⭒◦↝ Text and Textile ↜◦⭒
o o o o 。 。 . . . .
WS 2025/26
::: main
[12.00]
[5 min] Setting the scene: Thema 3. Sitzung (24.11.): Was ist künstlerische/ästhetische Erkenntnis/Wissensproduktion? Mit den Sinnen schreiben, im Modus der eigenen (sinnlichen) Praxis schreiben mit den Sinnen erfahren, im Modus der eigenen Praxis ästhetisch denken (denken als machen) mit der Fülle der Merkmale erkennen und beweisen Forschung/Wissensproduktion als kritischer Verhandlungsraum kritische Epistemologie Lesen: Erkenntnis (sinnliche) von Jens Badura, Handbuch KüFo, Seite 43-48, 6 Seiten Fragen zum Text oder zu uns notieren und mitbringen
[12.05]
[12.15]
Vertiefung eigener Foki/Modi: Eigene sinnliche Erfahrung in Beziehung
zur eigenen Arbeit/Material/Praxis setzen Wissensbegriffe, Aufklärung,
Geschmack/Vernunft, queer-feministische Ansätze zu Wissensproduktion Wie
kann ich sinnliche Erkenntnis /implizites Wissen erfahren und
vermitteln?
[10 min] * Was meint Erkenntnis in Zusammenhang mit künstlerischem Forschung? -> wichtig, um Relevanz in Gestaltung unserer Wissensordnung zu bekommen * Allgemeiner Erkenntnisbegriff und Eigenheit eines Erkenntnisbegriffs in der künstlerischen Forschung * Erkenntnis meist synonym mit Wissen * Erkenntnis = begründestes Wissen eines Sachverhalts * intuitive Erkenntnis: unmittelbare Erkenntnis, ich nehme Einsicht in etwas, ich erkenne -> subjektiv * diskursive Erkenntnis: begründungsbasierte Erkenntnis, Anspruch, Erkanntes soll auch für andere gelten -> transsubjektiv -> Kategorie der Wahrheit -> übergeordneter Referenzpunkt, Wissensordnung * seit Aufklärung rational-begriffliche Wissensordnung, darum Erkenntnis = durch rational-bergiffliche Argumentation * künstlerische Forschung bezieht sich auf Ästhetik im Sinne von Aisthesis - Wahrnehmung * fordert Erweiterung um sinnliche /erfahrungsbasierte Erkenntnismomente * ‘Wissenschaft von der sinnlichen Erkenntnis’ komplementär -ergänzend- zu rational, logisch-begrifflicher Argumentation -> unterschiedliche Erkenntnismodi, die sich ergänzen * deutliche Erkenntnis: abstrahierend und analysierend -> einzelne Merkmale intensiv-klar * sinnliche Erkenntnis: konkretisierend und synthetisierend [verknüpfend, gewebend, in Beziehung] -> Fülle der Merkmale extensiv-klar * künstlerische Forschung als ein Operieren in sich ergänzenden, verhandelnen Erkenntnismodi, das Sinne und Ratio in ihrer wechseitigen Verwiesenheit zusammendenkt * Nebeneinander von rational-begrifflich und sinnlich als Ergänzung macht Spannungsverhältnis auf, das fortlaufende Verhandlung von Wissen in der Welterschließung beinhaltet und somit eine kritische Erkenntnisproduktion wird -> künstlerisch-forschender Erkenntnisbegriff: fordert erweitertes Erkenntnisverständnis -> relevante Erkenntnisweisen könnten sein: (1) Einsicht in Eigentümlichkeit von Phänomenen (2) Erfahrung von dem Zusammenspiel jener Singuläritäten, die in ihrer Fülle und Konstellation zu einer erkennenden Einsicht führen (3) Kultivierung eines wechselseitigen Spannungs-, Irritations-, und Ergänzungsverhältnisses von intuitiver und diskursiver Erkenntnis (4) Mitvollzug als andere Möglichkeit des ‘Beweisens’: Erkenntnisanspruch wird dadurch bewiesen, dass die Qualität eines spezifischen Erfahrungsangebots Erkenntnisimpulse im Sinne der Fülle der Merkmale stiftet, die sich in der Erfahrung mitteilen -> Teilnahme am Erkenntnismoment * Kunst als Forschung beansprucht eine Anerkennung von Relevanz an unterschiedliche Weisen der Welterschließung und -artikulation * radikale Wissensdemokratie: forschende Künste greifen aktiv in die Formung der Wissensbegriffe ein * Charakterisierung (/Herausbildung) statt Definition von Künstlerischer Forschung durch dauerhaften Verhandlungsprozess * Charakterisierung eines für die künstlerische Forschung spezifischen Erkenntnisbegriffs geht mit Erweiterung des Erkenntnisbegriffs im Ganzen einher -> Verhandlungsraum unterschiedlicher Erkenntnismodi/-weisen * wichtig: für Aushandlungsprozess von Konfigurationen der Wissensordnung, künstlerische Forschung nicht als ‘ganz andere Erkenntnis’ darstellen
[12.20] >[5 min] Besinne dich! >[5 min] Konzentriere dich sich auf deine Sinne. Benenne 5 Dinge, die du siehst. 4 Dinge, die du hörst. 3 Dinge, die du fühlst/ertasten kannst. 2 Dinge, die du riechst. 1 Sache, die du schmeckst.
flasche, pappe, granatapfel, graue oberfläche, hasen; flüstern, kichern, tippen, summen; kalte luft, harter sitz, warme beine; holz, parfum; zigaretten der vergangenheit
tastatur, bildschirm, baum, lkw, auto rosi, tip tip tip tastatur, meinen hundert jahre alten sterbenden laptop, beamer fingerspitzen, metall, stoff rauch, parfüm, tabak
Hände, Tastatur, Nagellack, Staub auf meinem Bildschirm, Blaue Wasserflasche Ludwig, Gemurmel, Tastaturklappern, Lüftungsgeräusch des Beamers Hemdärmel an meiner Haut, Wolle meines Pullovers, Haare Rauch, Minzkaugummi Minzkaugummi
Macbooks, azurblaue Flasche, Leoklebeband, Mein Handy, einen roten Punkt auf meiner Tastatur Tippen, Atmen, “Oh nein”, Eine Flasche die auf den Tisch gestellt wird, leises Lachen Tasten, Ellenbogen auf Tisch, Schmerzen im Nacken Nichts, mein Shampoo Zahnpasta
den crusor auf meinem bildschirm, den staub auf meiner tastatur, der rauch aus dem schornstein, das sich drehende windrad, der gelbe aufkleber am stuhl das klacken meiner fingernägel auf der tastatur und das der tastatur selbst, das rauschen des projektors, mein atmen meine trockenen hände, die haare die mein gesicht kitzeln, das kalte metall die handcreme auf meinen händen, der tisch mein airwaves kaugummi
bildschirmlicht, haare, pad, plastik, reflektion tastatur klicken, stühle rücken, atem, schritte schwitzige hände, kopfschmerzen, wolle parfüm, heizung käsebrot mit zigarette
Weiße Wand, Weiße Heizung, Bildschirme von hinten, Industriegebiet, Christine, Emma Industriegebiet ?, Rosi raschelt in ihrer Tasche, tippen auf der Tastatur, Beamer. Meine Tastatur, Die trockende Haut meiner Hände, Der Verlobungsring meiner Uroma and meinem linken Zeigefinger. Kaffee mit No Muh “Milch” und Agavendicksaft.
Grüne Hose in der Peripherie, rote Hände, abwechselnd Bildschirm und Tastatur, bunte Farben der Textabschnitte. Tippen der Tastaturen, Atmen links und rechts von mir (schnief), Öffnen einer Flaschen (Gluckgluckgluck von Rosi) Meine kalte Nase, meine warmen Füße, mein schmerzender Unterleib Mein Parfum, das Café, in dem ich eben noch saß, Granatapfel Kaffee, Kühle, Neutralität
Bildschirm, Laptophülle, Heizung, Hände, Wand Stimmen, Tastaturen, schniefen, Beamer Wärmflaschenwärme, stoff am Handgelenk, ringe Handcreme?, trockene Luft Zahnpastanachgeschmack
meine glänzenden schwarzen mit weißer schrift drauf tastaturen vom macbook pro 2015, einen felck auf dem tisch der eine komicsher grüne farbe hat ich frage mich woher vielleicht vom Aktzeichnen was hier auch immer ist?, meine Fingernägel die ich mal schneiden könnte, Granatäpfel die fein säuberlich geschnitten wurden, eine sache noch undzwar das Beamerbild
ich rieche neutralen raumgeruch, ich höre tippen, Engine sounds (beamer)
Bildschirm Tastatur Sessel geflochtener Tisch Granatapfel surrender Kühlschrank tropfender Wasserhahn klackender Tastatur Fingernägel auf der Tastatur Touchpad Tasten der Tastatur geflochtener Tisch Sauerteig und abgestandener Zigarettenrauch zitronige Note der Spezi die ich vorhin getrunken habe
[12.25] >[20 min] Tasten, Schmecken, Riechen: Granatapfel >[7 min] Nimm dir ein Stück Granatapfel und ein bisschen Zeit und Aufmerksamkeit, um ihn mit all deinen Sinnen zu erforschen. Was kannst du entdecken? >[13 min] Beschreibe deine sinnliche Erfahrung ganz detailliert. Kannst du deine spezifische Erfahrung in einer Qualität anbieten, die anderen einen Mitvollzug ermöglichen könnte?
Die Trennwände sehen aus wie Bienenwaben und dazwischen sammeln sich Kerne. Komisch es Kerne zu nennen, weil da ist ja noch ne Menge Fruchtfleisch drum herum. Obwohl eigentlich gar nicht so viel, wenn ich darauf beiße ist da schnell ein hartes Körnchen das bitter schmeckt. Erst süß, dann bitter - bittersüß. Wenn man das Körnchen zerkaut schmeckt es ein bisschen wie Schnee. Meine Fingerspitzen sind ganz rot. Bei mir Zuhause gab es Granatapfel nur wenn wir Besuch hatten. Mein Vater hat sich immer Handschuhe angezogen um den zu spulen. Es hat immer in alle Richtungen roter Fruchtsaft gespritzt, das hat ihn genervt. Ich denke daran, wie ich mit meinen Freundinnen in Wien auf dem riesigen Markt am Yppenplatz Granatäpfel gekauft habe. Dann saßen wir in der Küche am Fenster und haben die gegessen zusammen, das war schön. Das Gefühl beim draufbeißen macht irgendwie süchtig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man irgendwann genug davon hat. Jetzt habe ich einen kleinen Fleck auf meinem Pulli, Emil sagt der geht nie wieder raus. Vielleicht hat man nicht genug vom Kerne kauen sondern vom rauspulen. Wenn man einen Fleck auf dem Pulli hat zum Beispiel. Die Kerne sehen ein bisschen aus wie Zähne. Schön in einer Reihe im Granatapfelmund. Zähne rauspulen, wie eklig. Jetzt ist der Mund leer. Sieht komisch aus, nicht mehr so schön und geheimnisvoll wie voher. Die Schale sieht aus wie ein herbstlich-rot verfärbtes Blatt und fühlt sich an wie Leder. Es bisschen faltig ist sie schon. Das Innere sieht aus wie eine Koralle oder ein Pilz, irgendwie außerirdisch. Da wo der Granatapfelsaft an meinen Fingern war ist jetzt ein komischer Widerstand wenn ich sie aneinander reibe. Das gefällt mir überhaupt nicht, mir läuft ein Schauer über den Rücken wie wenn ich als Kind meinen Globus auf meiner Fensterbank aus Stein bewegt habe und es so einen fieses Geräusch gab. Wie wenn Kreide über eine Tafel kratzt. Ich glaube ich sollte öfter Granatäpfel essen. Vielleicht einfach mal in einen reinbeißen und alles darf rot werden.
die serviertte wird langsam sapschig, die kerne sind kalt. von draußen oder aus dem kühlschrank? das rausploppen der kerne fühlt sich eklig an, gewaltvoller als es eigentlich ist. wenn ich die kerne angefasst habe, will ich sofort meinen finger an der serviertte abwischen, die kaum noch saubere stellen hat. ich seh eine braune stelle. ich will das nicht essen, bin schon von der vorstellung des gefühls und geschmacks in meinem mund überreizt. also weiter pulen. aber nur mit einem finger, den ich immer wieder abwische. das innere der schale färbt alles fast wie rote beete. die gepulten kerne liegen mit auf der serviertte, rausgerissen und dann aber nicht verschluckt. wahrscheinlich fühlt jeder kern sich im mund ein bisschen anders an und schmeckt auch anders - sehr überfordernd. ich könnte die kerne zählen, das fänd ich angenehmer. aber dafür müsste ich sie alle aus der schale befreien und meine schmerzzgrenze an körperlichen reizen ist langsam erreicht, deshalb lass ich es lieber bleiben. das geht sonst nicht gut aus für mich. meine kerne sind nicht so dunkelrot wie die neben mir. eher hellpink, beige, grün, braun. nicht so pretty aber irgendwie interessanter anzugucken. mein zeigefinger riecht jetzt nach granatapfel - ich würd gern händewaschen obwohl sie nicht kleben.
der apfel liegt schwer in der hand, ich fühle das gewicht seines safts. die kerne liegen prall und rot in der blassen glatten haut. die haut schmiegt sich ganz fein zwischen schale und kernen. die kerne zu ziehen erfordert den einsatz aller meiner finger. es fühlt sich an wie eine handmassage: häutchen abziehen, kern erfühlen und greifen, apfel an der schale festhalten und kern vorsichtig auslösen ohne ihn zu erdrücken. ich lege einen kern in meinen mund, er ist kalt und seine schale glatt. ich übe leichten drück auf ihn aus und er platzt. sein frischer saft macht sich in meinem mund breit, er ist süß und ein bisschen sauer, ich finde ihn lecker. der kern des kerns bleibt da und knackt wenn ich auf ihn beiße. ich möchte mehr von diesen kernen essen. meine finger arbeiten die kerne aus der schale. ich mache das ganz behutsam, der saft ist tiefrot und färbt alles ein. ich passe auf, dass mir kein kern entwischt und flecken auf tisch oder kleidung hinterlässt. das macht das granatapfelessen noch herausfordernder: nichts fallen lassen, herauslösen, greifen, nicht zerdrücken, zum mund führen, keine schale dabei und auch kein stück der feinen haut.
Ist ein wenig wie Milchzähne ziehen. Oh je. So Reih um Reih aneinander gewachsen, jeder Kern hat eine eigene Form, die sich an ihren Nachbarkernen orientiert. Leichtes Knacken beim Lösen, leichtes Knacken beim Draufbeißen. Der Geschmack von rot Fruchtigem. Ein wenig Bitter, ein wenig süß. Eine Mischung aus Ekel und Faszination. Roter, kalter Saft, ein leichtes Spritzen – Angst vor dem Abfärben der roten Flüssigkeit. Um die Kerne herum eine weiße Membran, die sich verfärbt. Pink- und Brauntöne kommen hinzu. Die Membran legt sich wie eine zweite Wand um die Kerne, sie schmiegt sich an sie, deckt sie, schützt sie, aber meine Fingernägel reißen sie auf. Es hat was Verbotenes, Brachiales, das aufzureißen. Meine Gedanken kreisen um eine Videoinstallation auf der Documenta 13 (musste ich nachschauen), die ich nur in Begleitung meiner Eltern sehen durfte. Hier wurde der Granatapfel stark sexuell aufgeladen und ich komm nicht umhin, diese Assoziation zu vergessen.
er ist irgendwie kalt und saftig. in den kleinen kernen ist viel mehr flüssigkeit, als man es von außen vermuten würde. da ist richtig viel spannung drauf und er explodiert regelrecht, wenn man ihn mit den fingern zerdrückt. alles ist voller roter tropfen. die farbe sammelt sich unter meinen fingernägeln. das stück lässt sich aufbrechen und die kerne sind aneinandergereiht wie eier. alien-eier, alles vollbesät mit ihnen. sie glänzen als wären sie ganz glibschig. innerhalb der flüssigkeit schwimmen sie, heranwachsend. ich kaue auf den kleinen aliens und sie schmecken ein bisschen sauer, oder vielleicht auch bitter. wahrscheinlich sind sies auch, weil ich gerade auf ihnen rum beiße. die helle schale die sie schützte, fühlt sich beinahe an wie haut. der geruch ist wie die grünen bohnen aus dem garten meines opas, wenn er sie frisch geerntet hat. die haut, die nach frischen bohnen riecht, hat feine adern. und wenn ich die kerne von ihr entferne, hört es sich so an, als würde man ganz kleine knochen zerbrechen.
es sind ungefähr 83 ganze Kerne in meinem Stück (ich hab gezählt), ein großes stück schale und drei kleine zwischenschalen, an denen in unterschiedlich großen gruppen die kerne haften, allle kerne sind intakt und voll nur ein paar waren halbiert (die hab ich gegessen), ich habe zwei reihen mit 15 kernen dann eine mitte mit 20 kernen und dann wieder zwei reihen mit 15 kernen auf der servierte, meine finger sind ganz rot und ein bisschen klebrig aber es riecht frisch, jetzt kann man das stück in allesn seinen einzelteilen ehen und wer lust hat auch wieder zusammenbauen wie lego
Die Schale ist vom Saft der Kerne durchtränkt, an manchen Stellen ist sie aufnahmefähiger, an anderen weist sie die Flüssigkeit ab. Die Schale färbt sich von ihrer gelblich-cremeweißen Färbung in verschiedene Rosarot-Töne. Ich kann sie reißen, zusammendrücken, – 80 Kerne waren in Ludwigs Stück Granatapfel – ein klein wenig auseinanderziehen (sie gibt nach). Die Kerne sitzen in kleinen Mulden. Wenn man den Kern rausnimmt, bleiben kleine Spitzen über, die der Kern davor mit der Schale verbunden haben. Ludwig hat jetzt etwas Granatapfelsaft auf seinem Laptopbildschirm. Oh. Ich habe auch etwas auf meiner Tastatur. Ich habe alle Schalenstücke vor mir ausgebreitet, die Kerne habe ich gegessen. Sie sehen seltsam aus auf der Hasenserviette, ich überlege sie nach Farben zu ordnen. Am hellsten sind die dünnen Schalenstücke, sie sind dünn und nehmen die Farbe kaum auf. Es folgen die etwas schwammigeren Mittelstücke, die teilweise gefärbt sind. Dann die Randstücke, die die Farbe voll aufgesaugt haben mit ihrer Schale, die die genau gleich Färbung wie der Granatapfelsaft hat. Manchmal ist sie auch bräunlich.
Riecht erdig, komische form, unterschiedliche Abteile, getrennt durch dünne Häute, zerreißen leicht, meistens gibts gute und schlechte Abteile, mal gammelig mal nicht, die halb aufgeschnittenen werden nicht so gut sein, satisfying wie man die ganzen rausklippen kann, viel Saft schon, tropft, Achtung geht nicht mehr raus!, denke schon an klebrige finger, Achtung nicht an Tastatur!, Flecken werden lilabraun nicht rot, stücke fallen schon, lecker, süßsauer, stück für stück essen, um die haut herum, rote Flüssigkeit, zerplatzen bisschen wenn man drauf beißt und dann der kern, der ist nicht so toll, knacken, kauen, knuspern, raue krater bleiben übrig auf dem Granatapfel, rote Überreste, manche gammeligen Teile auch, matschig aber trotzdem der feste Kern, finger jetzt dann doch auch klebrig, also rausklippen, essen und dann Serviette, abtupfen, Kernstücke zwischen den Zähnen und ein bisschen Belag
rauspulen lustiges wort, Bienenwaben! les ich grad, hab ich auch gedacht. Granatapfel sieht rin wenig aus wie ein Organ, ich errinnere mich daran dass wir mal eine Lunge seziert haben in NW in der 9ten oder so, Lungenblässchen, Oberflächenvergößerung, Kapazität und so. Sinnlliche Erfahrung, nicht errinnernd: das Rot färbt die Serviette mit den Hasen. Die Kerne verabschieden sich von ihrer Hülle, sie lassen sich einfach raustrennen
schmeckt bitter oder sauer ich verwechle das immer, aber lecker. Bisschen süß auch. Da gibt es so einen kleinen Kern, der knackt wenn man raufbeißt. ohh das sieht aus wie Zähne im Zahnfleisch, die rausgetrennt werden, meiner Schwester werden demnächst Zähne gezogen. Der letzte Kern, die Hülle sieht traurig aus ohne Inhalt. Zweckenthüllt. klebrig wie eine Wespe pulle ich mich durch die Frucht, aber aus Spaß, Insekten machen das um zu überleben denk ich. Vielleicht aber auch aus Spaß. Nun jetzt habe ich auch schon wieder das Interesse am Granatapfel der bestimmt von weit her geflogen gekommen ist, verloren. noch ein Stück? andere taktik, mal mit den Zähnen zuerst, wie ein Kind was alles mit dem Mund anfassen will. Ich würde jetzt nicht sagen dass ich Grantäpfel liebe aber sind schon ganz gut. knackendes BERSTEN wenn man es aufbricht. könnte man benutzen für ne eklige szene im Film.
Passe ich nicht auf, werde ich zu hektisch oder will ich zu viel, zu schnell, explodieren die kleinen Kapseln. Wie Blutspritzer in meinem Gesicht, auf meinem T-shirt. Der Schaden ist groß, da hilft auch kein Fleckenteufel. Ich werde dafür bestraft, dass ich zu gierig war, zu grob, zu viel Druck ausüben wollte und die Flecken auf meiner weißen Bluse beweisen meine Schuld. Ich will das es für uns beide eine schöne Erfahrung ist, für den Granatapfel und mich. Das braucht Zeit, Ruhe, Zärtlichkeit und Geduld. Gebe ich mich dem hin ist es die perfekte Meditation.
Die Schale ist glatt, wird aber schon spürbar rauer, sie verliert die Feuchtigkeit. Ich durchbohre sie mit meinem Fingernagel. Dann kann ich ein Stück heraustrennen, ein paar der kalten, blutroten Kerne hängen noch in ihrem Bett aus der glatten Haut die sie voneinander und von der Schale trennt. Ein sehr kleiner, kalter, klebriger tropfen spritzt mir ins Gesicht, ich habe einen Kern erwischt. Riecht erdig frisch, widme mich den kleinen Kernen, zupfe sie einzeln behutsam ab, meine Finger werden klebrig. beiße auf einen Kern, süß! Es knirscht in meinem Mund als ich das Innere, vom Fruchtfleisch umhüllt Kernchen mit meinen Zähnen zermale
Die Schale ist glatt, wird aber schon spürbar rauer, sie verliert die Feuchtigkeit. An manchen Stellen kann man schon kleine, ausgetrocknete Dellen ertasten und sehen. Ich durchbohre die Schale an einer noch nachgiebigen Stelle mit meinem Fingernagel. Dann kann ich ein Stück heraustrennen, ein paar der kalten, blutroten Kerne hängen noch in ihrem Bett aus der glatten, etwas widerspenstigen Haut die sie voneinander und von der Schale trennt. Ein sehr kleiner, kalter, klebriger tropfen spritzt mir ins Gesicht, ich habe einen Kern erwischt. Riecht erdig und frisch. Ich widme mich den kleinen Kernen, zupfe sie einzeln behutsam ab, meine Finger werden klebrig. Egal wie vorsichtig ich sie aus ihrer eingewachsenen Position entferne, meine Finger und Handflächen werden immer klebriger und der rote Saft füllt die Poren meiner Haut. Ich nehme einen Kern in den Mund, die Oberfläche ist spiegelglatt und scheint sehr stabil zu sein. Wie Glas. Es schmeckt süß und ein bisschen sauer. Es knirscht in meinem Mund als ich das Innere, vom Fruchtfleisch umhüllte Kernchen mit meinen Zähnen zermale. Kurze Geschmacksexplosion.
[12.50] >[15 min] Sense, touch, taste: Erkenntnis aus/in/durch künstlerische Praxis/Arbeit? >[15 min] Was sind die Merkmale deiner Arbeit? Kannst du eine Eigenheit in deiner Arbeit erkennen? Welche Sinne berührt deine Praxis? Welche Erkenntnisse/Erfahrungen daraus sind andere als die Erkenntnisse, die du durch Theorie oder Sachverhalte begründen kannst? Kannst du (eine Fülle der) Merkmale deiner Arbeit beschreiben?
die klöppel gleiten durch meine hände. beim stellen dieser aufgabe war mir noch gar nicht bewusst, wie ähnlich sich klöppeln und granatapfel essen anfühlen können. die finger spielen die klöppel von rechts nach links und wieder zurück, auch das fühlt sich an wie handmassage, alle muskeln, die noch so kleinsten sind gefordert, sehen, gelenke, häute, alles ist in bewegung, die klöppel fließen hindurch, ziehen fäden hinter sich her und ergeben ein muster, ergeben feinstes gewebe, feinste spitze ist das. handmassage - hirnmassage. klöppeln ist ein bisschen wie granatapfel essen nur rückwärts. als würde ich die ganz feinen fäden aus meinem mund nehmen und zu meinen händen führen, wo sie sich dann vermengen mit der weltmaterie. wo sie zum material meiner denkenden hände werden. die hände sind in bewegung, sie klöppeln, sie machen, sie formen, sie bringen etwas in die welt.
die perlen, die ich in den letzten monaten aufgefädelt habe, haben eine durchmesser von 4mm. inzwischen bin ich fast fertig mit dem vorhang - hunderttausend perlen später. 215 schnüre mit je 465 perlen, wenn ich mich nicht verzählt habe. reihe 193 12 hell 92 dunkel 88 hell 18 dunkel 19 hell 18 dunkel 129 hell 20 dunkel 9 hell 2 dunkel 2 hell 2 dunkel 2 hell 2 dunkel 4 hell 2 dunkel 8 hell 2 dunke 6 hell 2 dunkel 26 hell den ganzen sommer auf dem boden sitzen, perlen in der linken hand, die schnur in der rechten. für eine schnur brauche ich 45 minuten, danach pause, sonst verzähl ich mich zu häufig. 10 schnüre schaffe ich höchstens am tag, danach gibt mein gehirn auf und meine hände tun weh von der feinmotorischen arbeit. nebenbei läuft die tour de france (pogacar hat schon wieder gewonnen) - irgendwas, was nicht vom zählen ablenkt. die fertigen ketten kommen in einen schuhkarton und verheddern sich. an ihnen klebt kreppband, dass ihnen eine nummer zuweist. alles in der richtigen reihenfolge. die letzten vier tage habe ich damit verbracht, die schnüre zu entwirren, zu befestigen, auf die gleiche länge zu kürzen. jetzt kann man den schriftzug auf einmal tatsächlich lesen. „dunkelziffer“. das fädeln der perlen hat sich angefühlt wie kümmern. sorgearbeit leisten. irgendwas beitragen.
Ich bin gedanklich immer bei den Menschen, die meine Arbeit irgendwann sehen. Beim Machen denke ich ganz viel daran, wie ich ihnen das Gefühl geben kann, dass ich zu dem Thema, das ich bearbeitet habe, fühle. Meine Sinneserfahrungen sollen ihre sein, meine Gedanken sollen zu Material und Text und Bild und Sound werden und in ihren Köpfen wieder zu Gedanken. Ich will Dinge nicht einfach sagen, nicht einfach ein Statement machen. Ich will lieber Spuren legen, auf denen andere Wandern können. So wie ich die Netze, die ich knüpfe und nähe anfasse, so sollen diejenigen die sich in der Ausstellung zwischen ihnen bewegen sie anfassen dürfen. Manchmal finde ich das etwas so “richtig” oder “schön” oder vielleicht auch nur “passend zu meiner Vorstellung” aussieht, ohne dass ich sagen könnte, warum. In Worten kann ich es nicht erklären. Aber ich kann selber Bilder erschaffen, filmen, verfremden. Textile Skulpturen formen, nähen, Stoffe anfassen. Töne aufnehmen, darüberlegen, abstrahieren. So kann ich mich etwas annähern, dass ich wohl am besten sinnliche Intuition nennen kann. Gedanken zu einem Thema - oder vielleicht gar Erkenntnisse - die nicht verbal, sondern visuell, haptisch, emotional eintreten. Was ich tue ist ein Thema spannend und wichtig zu finden und das dann auszudrücken.
in einzelteile zerlegen, auseinander nehmen und analysieren, aufbau verstehen und ändern, zahlen schnittteile legen formen daraus entwickeln, arrangieren von bestanteilen die nicht unbedingt einer gleichen idee folgen um eins zu werden wie fühlt es sich an, details sichtbar machen bzw. mitdenken, es sind die zahlen und die schnittteile von denen ich weiß die für mich das gefühl von sicherheit und ordnung spiegeln. keine unberechenbarkeit weil jede naht und jedes stück stoff und teil des musters von mir eingesetzt ist und nachvollziebar ist, stoffe anfassen und setzen das sie den körper umhüllen stärken oder schützen, ordnen strukturieren und sortieren und in eine welt einpflegen die meinen regeln entspricht als prinzip um kleidung sicher und wohlig fühlen zu lassen , entweder hülle oder panzer vor allem äußeren entweder sich präsentieren oder schützen
Ich habe bei meiner Arbeit zur Erstellung von Mikrobenmodellen unter anderem mit Silikon gearbeitet. Eine Silikonform ist eine künstlerische Abbildungen von Penicilin, also einem Schimmelpilzen, den ich verschieden skaliert aus Skulpturmasse nachmodelliert habe. Nach dem Guss in Silikon war die Form dehnbar, flexibel, wabbelig und – weil sie ziemlich dünn ist – beweglich. Man kann sie auf die Hand legen und sie schmiegt sich den Verläufen von Haut und Fingern an. Sie hat kleine Tentakeln, die herumbaumeln. Ein Freund meinte einmal zu mir “Es ist ja toll, was du machst – aber warum musst du sowas wahnsinnig ekliges machen?”. Ich musste damals kichern. Bei der Präsentation meiner Arbeit motivierte ich die Zuhörer*innen dazu auf, alles in die Hand zu nehmen, zu fühlen, zu tasten. Das Silikonmodell des Penicilin ist von Hand zu Hand gewandert, wurde eingedrückt, gedehnt, getestet. Ihm wurde mit Nervosität, Faszination, mit Ekel und Begeisterung begegnet. Ich konnte durch Wissenschaftskommunikation Emotionen hervorrufen. Weil angefasst werden durfte. Weil erlebt werden durfte. Weil die Grenze zwischen “Das solltest du nicht anfassen” und “Wie würde sich das anfühlen” aufgelöst hat.
In der Gießerei arbeite ich mit Wachs. Wachs kann so viele Aggregatszustände aufweisen. In Berührung mit meiner warmen Hand erzeuge ich weiches Wachs, das sich formen lässt. Manchmal wird es aber zu weich, es fließt an Stellen, an denen ich es nicht haben mag. Dann halte ich ein mit Feuer gewärmtes Messer dran und Zack, es wird flüssig und zerfließt, fast magisch verschwindet die ungewollte Unebenheit. Daraus ergibt sich ein Spiel zwischen Zufälligkeiten und gezieltem Modellieren. Oftmals ist das Ergebnis ein ganz Anderes als das, was ich mir im Kopf ausgemalt hatte, oft ein viel Interessanteres. Wenn es mir gefällt halte ich das Stück Wachs in kaltes Wasser. Es wird hart. Die Form scheint abgeschlossen. Ich habe ein neues Objekt erschaffen. Doch Wachs kann sich verbinden, sich ergänzen. Wachs ist im stetigen Modus der Veränderung gefangen. Wachs kann aber auch weh tun, sich an mich kleben. Manchmal verbrenne ich mich. Es tropft auf meine Klamotten, erzeugt Fettflecken und Schlieren. Mit einer Silikonform kann man Wachsformen reproduzieren, scheinbar immer gleiche, perfekte Kopien, aber dennoch bleiben sie Unikate, denn das Wachs, so wie es reinläuft, je nach Menge, je nach Nachbearbeitung bekommt es eine doch andere Form. Flüssig, nass, heiß, klebrig, warm, anpassungsfähig zu starr, kalt und manchmal brüchig. Am Ende wird das Wachs in Gips gefasst, um es wieder ausbrennen zu lassen. Die Wachsform ist weg. Hinterlassen hat sie ein Negativ. Sie hat ihre Arbeit getan und wird so, wie sie war, nie wieder sein. Wachs ist endlich.
meine arbeit ist wie eine geburt. viele gedanken sind wie viele eier. manche wachsen heran, manche schaffen es nicht. manche sterben und manche erstehen wieder auf. der gesamte prozess fühlt sich an wie das austragen eines kindes. erst ganz klein, dann immer größer mit nebenwirkungen und komplikationen und am ende ist es geschaffen als gesamtes. werde ich stolz auf mein kind sein? werde ich es abstoßen? werde ich es lieben oder werde ich es hassen? trage ich dieses kind aus weil ich es möchte, oder weil sich andere dieses kind gewünscht haben? ist es vielleicht doch adoptiert? bin ich mutter, schwester, vater, onkel, cousine oder die nachbarin? an verschiedenen punkten alles und nichts davon gleichzeitig.
Mit den Händen, Sinnloche erfahrung meistens besonders stark wenn ich müde und hungrig war. Letzten Januar habe ich geschweißt. und mit einem Gasbrenner dicke Metall Drähte erhitzt bis sie rot wurden und dann mit einem Holzhammer raufgehauen um sie zu formen um einen Stein, den ich gefunden habe beim Wasser. Ich rieche noch das angekokelte Holz und den Stein, der unter der großen Hitze auch zu glimmen anfing und teilweise zersprang. Die wärme vom feuer, ich habe eine Schürze an. Der Brenner ist serh gefährlich heiß, ich hänge ihn an der Aufhängung auf. Dann schlage ich aufs Metall, das wölbt sich zaghaft, manchmal wie butter um die Ecken und Kanten. Die Farben verändern sich. Ich denke an Magma und Lava, an flüssigen heißen Stein, der einen großen Berg herunter fließt. klonk klonk klonk pssschhhhcccchhhchhkkkooo schutzbrille hoch, gucken was passiert, wie sich das Material verhält. ich selber trete zurück, ich werde langsam eins mit diesem Ding vor mir und spüre meinen Hunger nicht. Eine Kopie aus geformten Metallstäben, die die Form eines Steines annimmt. Daneben gesehen versteht man es schnell. Eien Kopie eben. Meine Sinnliche Erfahrung schweißen hauen anfeueren erhittzen für mehrere tage wird nicht sichtbar. Ein anderer Sinn tritt in den Vordergrund. EIn schneller Blick und man versteht. Was man da versteht wenn man es anguckt, versteht nur das Unterbewusste denk ich, warum man es irgendwie interssant findet, weiß ich nicht genau. aber darauf kommt es ja an. das irrationale Verstehen. (bisschen abgedriftet sorry)
Umflochtener Haarreif, Enden stehen ab, viele Enden, chaotisch, geplante Unordnung, alle riechen die Binsen, Gräser, Pflanzen, das Moor aus unserem Raum, auch Hunde, überall Binsen und ein bisschen Wasser hier und da, hoffentlich nicht modrig, die eingelegten Binsen sind bisschen schleimig, aber nicht zu sehr, denke schon an dreckige, belegte Finger nach dem flechten, mittlerweile gewohntes Gefühl, wann endlich Händewaschen, Belohnung nach der Arbeit, Arbeit abwaschen, zwei Binsen verzwirnen, zu mir, von mir weg, zu mir, von mir weg, nach unten legen, nach oben legen, finger greifen, gras biegt sich, aber nicht zu viel, Linien, neue Farben, grün bis braun bis beige bis schwarz bis ocker, muss der Dicke der stränge nachfühlen, Struktur halten, neu ansetzen, unter Spannung, aber nicht zu viel, umbiegen, legen, falten, um statische enden, stehen grade, kompromisslos, um die eine Seite, um die andere, manchmal mit eingefasst, rechts, links, rechts, links, kleine stränge formen muster aber zuerst nur chaos, nicht loslassen, nah gehalten, von weit weg betrachtet, was sieht gut aus und was nicht, alles überlegt aber am ende doch auch das was es will, unregelmäßig, natürlich, finger werden müde, kopf auch, eintönig, Geruch der Binsen verblasst, wird normal
Passe ich nicht auf, werde ich zu hektisch oder will ich zu viel, zu schnell, explodiert die Idee, sie verlässt gekrankt den Raum, der Funke springt nicht über sondern erlischt gequält. Verzweifelt fächere ich dem Funken Luft zu, rede auf ihn ein in dem Wissen das, wenn ich Pech habe – der Funken zu schnell Feuer fängt und mich von Innen aushöhlt. Die Idee zerläuft in meinen Händen und entweicht zwischen meinen Fingern, die krampfhaft versuchen daran festzuhalten. Der Schaden ist groß. Ich werde dafür bestraft, dass ich zu gierig war, zu grob, zu viel Druck ausüben wollte und die Flecken auf meiner weißen Bluse beweisen meine Schuld. Der Geruch nach Rauch in meinem Zimmer bleibt und die Brandblasen an meinen Händen auch. Jetzt muss ich meine Wunden lecken, mein Zimmer durchlüften und warten bis sie mir verzeiht. Ich will das es für uns beide eine schöne Erfahrung ist, für die Idee und mich. Das braucht Zeit, Ruhe, Zärtlichkeit und Geduld. Gebe ich mich dem hin und der Funke springt über, bleibt sie mit mir im Raum und suchen wir gegenseitig unsere Nähe – dann ist es die perfekte Meditation.
Ich sehe dem Knäuel schon an, ob es unbenutzt ist oder das Garn schon einmal neu gewickelt wurde. Kräuselt sich der Faden, war es vermutlich schonmal ein Pullover. Während die verschiedenen dicken Garne dann während des Häkelns durch meine Finger gleitet spüre ich die unterschiedlichen Materialien und Beschaffenheiten. Wolle, Seide, Baumwolle, veredelt oder nicht. Lockeres, dickes Garn aus Schurwolle, dünnes, aber haariges Mohair. Von Masche zu Masche wird aus dem Faden, der Linie, eine Fläche, fast wie Malerei. Wird aus der Fläche eine Form, ein Objekt, das sich der Größe meines Körpers mit jeder Masche mehr anpasst. Bald ist es größer als ich, wächst über mich hinaus, hüllt mich ein, umgibt mich. Ich entwickle es weiter, wir entwicken uns weiter. Sind verbunden durch die Maschen, durch die Garne, die mir eine Geschichte erzählen während sie durch meine Finger gleiten. Der Faden reißt. Ich knote neu an, da es niemals enden wird
[13.05] >[7 min] Beispiel Deleuze, Guattari: Geschmack Deleuze und Guattari sehen Begriffe als nicht statisch, sie sollen neue Möglichkeiten eröffnen und verschiedene Wissensbereiche miteinander verbinden. Das Konzept der Begriffs-Person nutzen sie als Werkzeug, um neue Begriffe in die Welt zu bringen. Geschmack verstehen sie hier als ein Konzept, das die Fähigkeit hat, neue Formen der Wahrnehmung zu erzeugen und neue Beziehungen zu schaffen.
Wachs ist mein ständiger Begleiter in der Gießerei. Wachs hat viele In Berührung mit meiner warmen Hand erzeuge ich weiches Wachs, das sich formen lässt. Manchmal wird es aber zu weich, es fließt an Stellen, an denen ich es nicht haben mag. Dann halte ich ein mit Feuer gewärmtes Messer dran und Zack, es wird flüssig und zerfließt, fast magisch verschwindet die ungewollte Unebenheit. Daraus ergibt sich ein Spiel zwischen Zufälligkeiten und gezieltem Modellieren. Oftmals ist das Ergebnis ein ganz Anderes als das, was ich mir im Kopf ausgemalt hatte, oft ein viel Interessanteres. Wenn es mir gefällt halte ich das Stück Wachs in kaltes Wasser. Es wird hart. Die Form scheint abgeschlossen. Ich habe ein neues Objekt erschaffen. Doch Wachs kann sich verbinden, sich ergänzen. Wachs ist im stetigen Modus der Veränderung gefangen. Wachs kann aber auch weh tun, sich an mich kleben. Manchmal verbrenne ich mich. Es tropft auf meine Klamotten, erzeugt Fettflecken und Schlieren. Mit einer Silikonform kann man Wachsformen reproduzieren, scheinbar immer gleiche, perfekte Kopien, aber dennoch bleiben sie Unikate, denn das Wachs, so wie es reinläuft, je nach Menge, je nach Nachbearbeitung bekommt es eine doch andere Form. Flüssig, nass, heiß, klebrig, warm, anpassungsfähig zu starr, kalt und manchmal brüchig. Am Ende wird das Wachs in Gips gefasst, um es wieder ausbrennen zu lassen. Die Wachsform ist weg. Hinterlassen hat sie ein Negativ. Sie hat ihre Arbeit getan und wird so, wie sie war, nie wieder sein. Wachs ist endlich.
[Man munkelt übrigens, dass Deleuze ‘Was ist Philosophie?’ gar nicht mit Guattari zusammen verfasst hat, sondern ihn hier als Begriffsperson dazuerfunden hat.]
Auf Seite 88ff. heißt es: ” Dieses philosophische
Vermögen zur wechselseitigen Anpassung und keine und keiner
sich aus den anderen ableiten lässt , das zudem die Schaffung
von Begriffen regelt, heißt
Geschmack. Nennen wir Vernunft
den Entwurf der Ebene, Einbildungskraft die
Erfindung der Personen, Verstand die
Erschaffung der Begriffe , dann erscheint
der Geschmack als das dreifache Vermögen des
noch unbestimmten Begriffs, der noch
verschwommenen Person , der noch transparenten
Ebene. Deshalb ist es notwendig zu erschaffen, zu
erfinden, zu entwerfen , der
Geschmack aber ist gleichsam die Korrespondenzregel der
ihrer Natur nach differierenden drei Instanzen. Dies ist
sicherlich kein Vermögen des Messens. Man wird kein Maß finden
in diesen unendlichen Bewegungen , aus denen
die Immanenzebene besteht, diesen beschleunigten Linien
ohne Kontur, diesen Neigungen und Krümmungen, auch nicht
in diesen immer exzessive n, manchmal antipathische
n Personen oder diesen
Begriffen mit ihren unregelmäßigen
Formen, schrillen Intensitäten, so grellen und
barbarischen Formen, dass sie eine Art Ekel
hervorrufen können (namentlich in den abstoßenden
Begriffen). Dennoch tritt in allen Fällen als
philosophischer Geschmack die Liebe zum
gutgemachten Begriff hervor, wobei
‘gutgemacht’ keine Abschwächung des Begriffs
meint , sondern eine Art Belebung, Modulation , bei der
die begriffliche Tätigkeit keine Grenze in sich
selbst besitzt, sondern nur in den beiden anderen grenzenlosen
Aktivitäten. Wären die Begriffe schon fertig
vorgegeben, hätten sie Grenzen zu beachten; aber selbst die
‘vorphilosophische’ Ebene wird nur deshalb so genannt, weil
sie als vorausgesetzt so entworfen wird, nicht, weil sie
bereits existierte, ohne entworfen zu sein. Die drei Aktivitäten
sind strikt simultan und stehen in nichtkommensu­ ;rable
n Verhältnissen zueinander. Die Schaffung der
Begriffe hat keine andere Grenze als die Ebene, die sie
bevölkern, die Ebene selbst aber ist unbegrenzt, und ihr Entwurf richtet
sich allein nach den zu erschaffenden Begriffen, die
sie verbinden, oder nach den zu erfindenden Personen,
die sie erhalten soll. Das ist wie in der Malerei: Selbst für die
Monster und Zwerge gibt es einen Gechmack, dem
zufolge sie gut gemacht sein müssen; das heißt nicht: sie zu verwässern,
vielmehr ihre unregelmäßigen Konturen zu verbinden mit einem Gewebe
der Haut oder einem Grund der Erde als Keimstoff, mit dem sie zu spielen
scheinen. Es gibt einen Geschmack an der Farbe,
der die Erschaffung von Farben bei einem Maler nicht zügelt, sondern im
Gegenteil bis zu jenem Punkt treibt, an dem die Farben auf ihre
konturierten Figuren und ihre flächige, gekrümmte, arabeske Ebene
treffen. VanGogh treibt das Gelb ins Unbegrenzte nur, um den
Sonnenblumen-Mensch zu erschaffen und die Ebene der unendlichen kleinen
Striche zu entwerfen. Der Geschmack für
Farben zeugt zugleich vom notwendigen Respekt vor ihrem
Kommen, vom langen Warten, das ausgehalten werden muss, aber auch vom
grenzenlosen Tun, das sie existent werden lässt. Dasselbe gilt auch vom
Geschmack für Begriffe: Der Philosoph
nähert sich dem unbestimmten Begriff nur mit Furcht und
Respekt, er zögert lange, sich darauf einzulassen, aber er kann
Begriffe nur bestimmen, wenn er sie maßlos erschafft,
mit einer von ihm entworfenen Immanenz ebene als einziger
Regel und den sonderbaren Personen, die er zum Leben
erweckt, als einzigen Kompass. Weder ersetzt der philosophsische
Geschmack das schöpferische Tun, noch drosselte er es,
vielmehr wendet sich die freie Schöpfung von Begriffen
an einen Geschmack, der sie moduliert. Die freie
Schöpfung bestimmter Begriffe braucht einen
Geschmack für den unbestimmten
Begriff. Der Geschmack ist diese
Potenz, dieses Potentiell-Sein des Begriffs:
Gewiss nicht aus ‘vernünftigen oder verständigen’ Gründen wird dieser
bestimmte Begriff geschaffen und werden jene
Komponenten ausgewählt. Nietzsche hat diesen Zusammenhang
zwischen der Erschaffung von Begriffen und einem
genuin philosophischen Geschmack geahnt; und
wenn der Philosoph jener ist, der Begriffe erschafft,
dann Dank einem Geschmacksvermögen als einem fast
tierischen instinktiven ‘sapere’- einem Fiat oder einem Fatum, das
jedem Philosophen das Recht verleiht, zu bestimmten Problemen
vorzudringen, gleich einer Prägung auf seinem Namen, einer
Affinität, aus der seine Werke hervorgehen werden.”
[13.12] >[15 min] Wer ist das? >[15 min] Lies dir die Beschreibungen, die du heute in den ersten beiden Schritten geschrieben hast durch. Wenn du sie als Beschreibungen einer Person liest, wie stellst du dir diesen Charakter vor? Wen beschreibst du? - Erschaffe, erfinde, entwerfe diese Persönlichkeit. Hier:
Ich glaube, die Person, die ich beschreibe, ist multiskalar. Sie existiert im ganz kleinen und doch im ganz großen. Vielleicht sind ihre körperlichen Merkmale in untypischen Proportionen, ihre Haut ist dehnbar und texturiert. Sie wirkt fluid, hat keine scharfen Kanten. Sie geht Bindungen mit den kleinen und großen Organismen in ihrer Umwelt ein, ist verbunden - vielleicht sogar ein bisschen verträumt und abwesend durch die Symbiose mit ihrer Umgebung. Ich würde sie nicht als norm-schön bezeichnen, jedoch als herausstechend schön, wenn man sie länger betrachtet, ihre Eigenheiten annimmt. Sie ist vielgestaltig, sie ist noch nicht ganz Welt-geworden. Ist sie möglicherweise manchmal etwas fies, wenn sie dich in ihren Bann zieht? Möglicherweise. Sie ist still, introvertiert, eigenständig, wächst über sich hinaus – unverletzlich und doch irgendwie hauchdünn.
Die person ist eine art Architekt. die person kollagiert aus erfahrenem weniger aus dem moment heraus auch wenn der eindruck enstehen mag. die person sieht viel aber lässt es sich nicht unbedingt anmerken aber es ist gemerkt notiert sortiert und wird wieder auftauchen, die person ist groß und hat einen weiten blick. die person ist seeeehr groß sie würde gerne von über den dächern auf ihre arbeit hinabschauen um alles zu sehen was da ist um nichts zu übersehen. ein moment von kontrolle und sicherheit. die person hat große hände aber feine finger spitzen für feine aber bestimmte bewegung. alles ist geplant aber folgt auch einer gewissen unsicherheit. im dunkeln sieht sie besser weil die dämmerung mehr druck bedeutet als ein kleiner kegel licht
Die Begriffsperson ist ein sehr dynamischer typ. sie hat große hände und ist immer in bewegung. dünne, feine, blasse haut umhüllt den prallen saftigen kern. die person arbeitet mit ihren händen, sie schmeckt gut und hinterlässt spuren. sie arbeitet in die materie hinein, hand und mund sind eng verknüpft.
strukturiert, aber verheddert - muss sich irgendwie enttüddeln (oder enttüddelt werden). irritierend. caring. versteckt, bis sich jemand heran(herein) traut. a lot to handle.
Wachs ist mein ständiger Begleiter in der Gießerei. Wachs hat viele Seiten, die in der Arbeit zum Vorschein kommen. In Berührung mit meiner warmen Hand wird er weich. Wir gestalten und verformen. Wir gehen in unserer Arbeit eine Symbiose ein, doch manchmal verstehen wir einander nicht. Durch meine Wärme verforme ich ihn manchmal so, wie ich es nicht wollte – sorry, Wachs. Mit einem heißen Messer schneide ich dann einen Teil von ihm ab, der mir nicht gefällt – nochmals scusi. Ich will, dass Wachs sich mir anpasst, aber eigentlich ist es ein Spiel zwischen Zufälligkeiten und Plan. Dabei ist Wachs aber selten das, wie ich mir von ihm wünsche und damit muss ich okay sein, mich abfinden. Und wenn ich ehrlich bin, eigentlich ist die Eigenwilligkeit von Wachs genau das, was ihn zu etwas Ästhetischen macht und unsere Arbeit zu etwas Gutem. Wachs ist flexibel, er kann sich verbinden (sich verbünden), sich ergänzen und nun ja, wachsen halt. Wachs ist im stetigen Modus der Veränderung gefangen. Ohne Veränderung liegt er nur rum, aber wenn er gebraucht wird, dann sieht man sein Potenzial. Wachs kann mir aber auch weh tun, sich an mich kleben. Manchmal verbrenne ich mich an ihm. Er hinterlässt Spuren, erzeugt Fettflecken und Schlieren und sorgt dafür, dass ich mich an ihn erinnere. Am Ende, müssen wir uns voneinander trennen. Wachs verbindet sich dann mit Gips und ich sehe so, wie er war, nie wieder. Die Wachsform ist weg. Hinterlassen hat er einen Leerraum. Er hat seine Arbeit getan und wird so, wie er war, nie wieder sein. Wachs ist endlich und doch unendlich.
Diese Person geht von einem Konstrukt aus, dass Kunst ein spiegel der eigeneren Wahrnehmung ist Das visualisieren und zeigen vom eigenen blick auf die Welt Diese Person geht auch davon aus, keinen eigenen blick auffangen zu können, lediglich die Wahrnehmung anderer blicke adaptieren zu können Diese Person ist sich dem eigenen sehr bewusst aber gleichzeitig total verunsichert Wie ein Imposter fühlt sich die Person zwischen all denen, die den eigenen individuellen blick zeigen Diese Person erkennt diese Adaption aus haptischer Wahrnehmung als eigenen Blick an und lernt diesen als eigenen zu zeigen
Die Person ist sehr verkopft. Sie assoziiert viel, aber es fällt ihr schwer etwas zuende zu denken. Sie hat gerne viele lose Fäden in der Hand. Sie hat Angst davor sie zu einem Ganzen zusammenzusetzen, weil sie denkt dass sie dann nicht zufrieden wäre. Weil sie denken würde, dass es nicht gut genug ist. Ihr ist sehr wichtig, was andere über sie denken. Manchmal glaubt sie, dass sie ohne die Erwartungen der anderen, die sie zu lesen glaubt, nicht mehr greifbar wäre. Wenn sie sich nicht in der Wahrnehmung andere spiegelt, denkt sie, wäre sie verschwunden. Sie ist etwas naiv, natürlich weiß sie nie wirklich genau was andere denken. Vielleicht sind es alles nur Einbildungen, Wahnvorstellungen, von denen sie sich ihr Sein diktieren lässt. Klar, eigentlich müsste sie selbst entscheiden, sich nicht abhängig machen von den anderen. Aber zuzugeben, dass sie vielleicht viel Zeit und Kraft verschwendet hat, um die negativen Gedanken der anderen über sich zu ändern, obwohl diese sie nie gedacht haben, würde ihr Kartenhaus zum einstürzen bringen.
Die Person ist ein kleiner Mensch mit großen Händen, die immer in Bewegung sind. Um sie herum sind auch oft irgendwelche losen Stränge, Pflanzenreste und sie umgibt ein etwas seltsamer Moorgeruch. Sie ist wachsam und ein bisschen schreckhaft, aber nicht besonders schnell auf den Beinen. Sie ist fokussiert, vielleicht hyperfokussiert auf eine Tätigkeit, kommt schnell in einen Arbeitsfluss, der hält aber meistens nicht besonders lange an, bevor sie das Gefühl hat, etwas anderes machen zu müssen.
MacBook heißt silicon valley heißt arbeitet mit TECH -> ordentlicher Look. komischer Grüne Farbe heißt: undefinierbar, heißt: unberechenbar Ordentliche Fingernägel heißt gepflegt, passt zum ordentlichen Look (Fein säuberlich) Gleichgültigkeit in den Augen und melancholisch an komische Schulzeiten, Arzt*in –( wie schreibt man das neutral?)– wissenschaftlich arbeitende Person ein wenig traurig und immer erst einmal versuchen! Schaut gerne GORE Filme. unvorsichtig kein Rücksicht auf der Suche nach dem nächsten tollen Ding. Die Person ist heißß 🥵 weiß nicht recht wohin mit sich manchmal und kopiert deswegen andere, wird dadurch ein eigenes Selbst. Handelt oft unterbewusst und irrationales. WOAH
die person ist eine mutter, die ihr kind verloren hat. also keine mutter. sie ist wütend, sie ist traurig, sie ist glücklich. sie fühlt zu viele gefühle auf einmal. sie ist verzweifelt. sie hat angst davor mutter zu sein. sie ist selbst noch ein kind. sie wünscht sich, wieder das kind ihrer eltern zu sein. verantwortungslos zu sein. bedingungslos geliebt zu werden. liebe zu geben.
„Ich“ bin ein Zauberer und die Idee eine Kraft, eine Naturgewalt, deren Energie ich einfangen oder abzapfen möchte. Sie ist ein Geist, der mich heimsucht, etwas was nicht mir gehört sondern im Ether existiert. Ich muss meine Sinne schärfen, meine Augen trainieren, meine Ohren aufstellen und meine Nackenhaare sensibilisieren um den Moment abzupassen in dem sie auftaucht. Ihre Unbändigkeit frustriert mich. Ich bin ungeduldig, ich will das sie bei mir bleibt und bin beleidigt wenn sie mich verlässt.
Von außen gehalten, in einer robusten Schale gefangen, werden die einzelnen Zellen aneinander gepresst, wachsen in diese Form hinein, passen sich an. Viele kleine Anteile müssen geschützt werden, damit sie nicht austrocknen, einreißen, zerstört werden, wachsen miteinander, ineinander, sind miteinander verwachsen. auf engstem Raum geborgen und stabilisiert. Reißt die Schale, bekommt man viele fragile Diamanten zu Gesicht.
[13.27] Geschmackssache!? >[3 min] -> Wie kann die künstlerische Arbeit/sinnliche Erkenntnis für sich sprechen und wo und wie und wann kann mit Worten/Begriffen/Theorien daran angeschlossen werden? sinnliche Erkenntnis als Erweiterung/Ergänzung, öffnet Verhandlungsraum, der auch mit Sprache erreicht werden kann -> Wie stehen Schreiben und Begreifen in Beziehung? Was bedeuten Begreifen/Begrifflichkeit und Haptik, taktile und sinnliche Erfahrung für unser Schreiben/Text? etwas greifbar machen, verkörpern, Mitvollzug, erfahrung, mit den Sinnen wahrnehmen -> Wie kann die Kunst unsere Wissensbegriffe und Formen des wissenschaftlichen Schreibens erweitern, wenn künstlerische Forschung als eine eigene Wissenschafts-/Forschungsdisziplin anerkannt werden soll? als Ergänzung zum rational-begrifflichen kann es in einen kritischen Verhandlungsraum für unsere Erkenntnisbegriffe reinformen
[13.30] >[7 min] Possibility to reconsider: You can go back and edit your initial statement. Use the following markings as you revise:
Session #3 Begreifen text and textile WS 2025/26
Fonts: Latitude, Director, BackOut, Abordage, Promocyja Typefoundries: Velvetyne, Public Domain