⭒◦↝ Text and Textile ↜◦⭒
o o o o 。 。 . . . .
WS 2025/26
::: main
[00:90]
>[5 min] Setting the scene: Thema 4. Sitzung (01.12./remote): Wann
ist Kunst? Symptome als annähernde Kriterien des ästhetischen
Bezugnahmen im ästhetischen Modus schreiben Wann denke und schreibe ich
ästhetisch? mit der Fülle der Merkmale auf etwas hinweisen Etwas
einkreisen Wir arbeiten heute remote, welche proben geben wir den
anderen? Lesen: Auszug aus Kapitel ‘Proben’ in ‘Weisen der
Welterzeugung’ von Nelson Goodman, Seite 83-91, 8 Seiten Fragen zum Text
oder zu uns notieren und mitbringen
[00:85] >[5 min] 0. Follow the link to arrive at the Octomode pad: https://lepa.hackersanddesigners.nl/textandtextile4/pad/ 1. Where are we? [reading line 8-40 together] 2. Pick a nick name (or not) 3. Pick a color (or not) 4. The collective Etherpad experience can be turbulent. If you prefer a calmer space, you can create your personal pad here: https://etherpad.hackersanddesigners.nl/ or here: https://pad.riseup.net/ and add the link here if you want to be found: https://pad.riseup.net/p/Text_und_Textil-keep 5. Transition to spatial landing
[00:80] >[5 min] eigene Eigenheiten * remote arbeiten * Fülle der Merkmale in der eigenen Praxis/Kunst Wann ist Kunst? Was ist symptomatisch in meiner Arbeit? Worauf deuten diese Symptome/Merkmale hin? * Was bedeuten sie in ihrer Fülle und welche Exemplifikationen davon biete ich wo an?
[00:75] >[14 min] Nelson Goodman ist Professor für
Philosophie an der Harvard University. Im Folgenden fasse ich den Auszug
Proben aus dem Kapitel „Wann ist
Kunst?“ zusammen. Das Kapitel stammt aus seinem Buch „Weisen
der Welterzeugung“, in welchem er sich mit dem Gedanken von Welten,
deren Sinn, Erzeugung und Wesen und dem Gedanken von nicht einer
einzigen wirklichen Welt sondern von der Vielheit der
wirklichen Welten beschäftigt. Seine Theorie steht dabei in radikalem
Relativismus zu allen Doktrinen und hebt die Beziehungen der
Dinge zueinander bedingt durch den Standpunkt des Erkennenden
hervor. In Proben erklärt Goodman zunächst
Exemplifikation anhand folgenden Beispiels: Eine Kundin
bestellt eine größere Menge Stoff mit den Worten, die bestellte Ware
solle genau so ausfallen wie die Stoffprobe aus dem Musterbuch. Der
Lieferant nimmt sie wörtlich und schickt ihr so viele Stoffproben wie
der bestellten Menge entsprechen. Die Kundin legt Beschwerde ein. Wochen
später bestellt sie bei der Frau des Lieferanten so viel
Schokoladen-Kuchen, dass es für fünfzig Personen reicht und bekommt die
bestellte Kuchenmenge in einem Stück. Sie beschwert sich erneut. Goodman
versucht hier den Begriff der Exemplifikation anhand
des Beispiels der Probe zu verdeutlichen.
Exemplifikation bedeutet demnach die Konzentration auf
einige, nicht alle, Eigenschaften. Zudem ändert sich die
verkörperte Eigenschaftsmenge je nach Kontext und
Umständen. So werden bestimmte Eigenschaften, die eine
Probe verkörpert, je nach Fragestellung abgerufen, was
bedeutet, dass eine Menge von Eigenschaften durch die Beziehung
zum Abfragenden selbst eine zeitlang in einer Beziehung
zueinander stehen. Damit zeigt Goodmann, dass
Exemplifizieren eine Art des Bezugnehmens ist und
dadurch genauso symbolisiert wie Darstellung und Ausdruck, wobei das
Exemplifizieren ein Symbol rein formalen Inhalts sein
kann. Im nächsten Schritt sagt er, es gäbe keine Kunst ohne
Symbolfunktion, wonach mindestens eine der drei Formen
Darstellung, Ausdruck oder
Exemplifikation Teil des Kunstwerks sein muss. Darüber
hinaus sagt er auch, dass eine Symbolfunktion alleine keine Kunst
ausmacht, sondern das Kunstwerk auch sinnlich erfahrbar
sein muss. Goodman behauptet der selbe Gegenstand kann je nach Kontext
oder Umstand Kunst sein oder nicht und kommt letztendlich zu der Frage
„Wann ist Kunst?“. Um der Antwort auf diese Frage näher
zu kommen, hat er fünf Symptome des Ästhetischen
formuliert: Syntaktische Dichte: zwischen den
(formalen) Bausteinen eines Kunstwerks lassen sich möglichst
viele Beziehungen herstellen, die sich untereinander begründen
und unterstützen, sodass ein möglichst stabiles
Beziehungsgeflecht entsteht. Semantische
Dichte: der Bedeutungsinhalt einer ästhetischen Arbeit entsteht
durch die Bedeutung der kleinsten Bausteine und deren
Beziehungen zueinander. Dabei spielt die
Komplexität des Beziehungsgeflechts eine untergeordnete
Rolle. Relative Fülle: möglichst große Vielfalt
in der Eigenartigkeit einer Gestalt.
Exemplifikation: eine Teilmenge von bildlichen oder
metaphorischen Eigenschaften dient als beispielhafter Auszug
von etwas Ganzem, das sie symbolisieren soll. Multiple und
komplexe Bezugnahme: das Beziehungsgeflecht,
welches durch direkte und indirekte Bezugnahme eine
möglichst komplexe und stabile Dichte bekommt.
Diese Symptome kann man, wie in der Medizin, nur als
Hinweise verstehen. Denn auch wie in der Medizin ist in der
Kunst ein Kunstwerk (eine Krankheit) nicht durch seine Hinweise
(Symptome) definiert. Selbstkritisch nennt er diese
Symptome höchstens annähernde Kriterien des
Ästhetischen und bemängelt dass diese Eigenschaften
eher die Aufmerksamkeit auf das Symbol lenken als auch auf seine
Beziehungen. Er betrachtet das Kunstwerk als
einen primitiven, eigentümlichen Charakter dessen worauf es sich
bezieht. Da nach Goodmann der Kunstbegriff stabile
Eigenschaften in Begriffen einer temporären
Funktion berücksichtigen muss und von der Absicht abhängt, fragt er
nicht, was Kunst ist sondern was Kunst tut. Die von ihm beschriebene
Vergänglichkeit der Kunst begründet die Fragestellung: „Wann ist
Kunst?“
[00:61] >[1 min] Namen eintragen >[1 min] Schreibe deinen Namen in Zeile 77.
[00:60] >[25 min] Probe entnehmen >[10 min] Wir arbeiten heute remote. Entnimm deiner Arbeit eine Probe (egal auf welcher Ebene: ob materiell, konzeptuell, situativ,…kann alles sein, du bestimmst den Ausschnitt). Umreiße für die anderen deine entnommene Probe, damit sie sich ein grobes Bild davon machen können. (semantische Dichte / Relative Fülle)
PLA-Filament, in Schichten gedruckt, weiß, dünne Ebenen übereinander. Wenn man mit dem Fingernagel darüberfährt, spürt man die feinen Rillen, die durch den 3D-Druck entstehen. Es sind organische Formen, kleine Wassertropfen, die sich wie zu einer Wolke zusammensetzten. Die Wolke ist von feinen Strängen durchzogen, an ihren Spitzen sitzen Pilzfruchtkörper. Die Probe passt gut in zwei Hände, sie hat eine flache Ebene, auf der sie sicher steht. Sie orientiert sich an der Formgestalt von Hefen und Pilzen, ist aber kein Abbild. Sie ist vielmehr so etwas wie eine Fiktion, die aus einer mikroskopischen Realität entstanden ist.
Die Probe ist aus schurwolle, fransen, kett und schussfäden, schwarz, leichter und dünner stoff, sehr durchlässig, zwei nähte versäubert mit overlock nähten, Teil eines Kleidungsstücks, es fällt leicht über die schuhe und weht im wind ,zweei schniittteile wiederholen sich, es gibt nähte die zusammenhalten, versäubern oder verzieren. Reißvershlüsse, bänder und knöpfe sorgen für halt
Ein Fetzen Stoff, ein bisschen Garn, 4 Knöpfe, fühl mal, guck mal, stell dir vor ! Das wird ne Hose. Ist der Stoff weich genug, zu weich? Musst du dir mal als Hose vorstellen . Wie sieht das Garn darauf aus oder Garn und Knöpfe zusammen? Musst du dir vorstellen , wie’s an ner Hose aussehen würde. Eigentlich ist die Probe doch viele kleine Proben zusammen. Knöpfe und Garn zusammen sind das eine, Stoff und Knöpfe nebeneinander etwas anderes, man sieht die Hose mit jeder Kombination etwas anders. ,versuch mal dir das vorzustellen . Ein paar Dinge muss man ignorieren, die schief abgeschnittene Kante vom Stoff, zwar Teil der Probe, aber nicht repräsentativ für das fertige Werk, stell dir vor das wäre später versäubert, der Knopf auch nur ein Fundstück, es wird später wohl aber ein ähnlicher, kannst dir’s vorstellen?
ein Kleidungsstück, zusammengenäht aus einem naturfaser stoff bedruckt mit einem raport artigen Siebdruck motiv welches die wahrnehmung des ursprungs verändert und eine völlig neue oberfläche entstehen lässt ein Gefühl welches durch das Bewusstsein von was ist kleidung wahrgenommen werden soll Ein wohlfühlen durch das bewusste tragen von dieser kleidung
esspapier in form einer pfütze, in form von spucke, ausgespuckt, ausgekotzt, augesprochen. bissspuren an den rändern, es wure gekaut, geschluckt, verdaut, gegessen, aufgenommen. “the tightly woven silence in which no one speaks up” plotted into it. nicht mehr ganz lesbar, worte gegessen.
Kalt, wenn lange nicht angefasst, warm, wenn ich ihn trage. Aluminium um meinen Finger. Ein Ring. Er umschmiegt passgenau meinen kleinen Finger. Auf dem Ring eine kleine Platte mit einem Hohlrelief, das Dreiviertel dieser Platte einnimmt. Es zeigt eine stilisierte aufgehende, oder untergehende, Sonne: Halbkreis an einer Kante mit ausgehenden Linien, die die Strahlen der Sonne nachahmen. Der Ring wurde geformt durch einen Guss, bei 900 Grad, dann schmirgeln, schmirgeln, schmirgeln. Abtragen der Unebenheiten, Schicht um Schicht. Bloß eine Maske tragen. Ein gifter Stoff, vor allem in kleinen Patikeln ist Vorsicht geboten. Die Kanten werden nach und nach weich bis zu meiner Zufriedenheit.
eine aneinanderreihung von worten, manchmal wild verteilt und mit linien verbunden, auf verschiedenen medien niedergeschrieben, unverbunden, wenig und viel, vereinzelt, zusammenhangslos
Die Häkelnadel ist kalt, sie nimmt die nass-feuchte Kälte, die Umgebungstemperatur, schnell an. Das Garn ist weich, strahlt Wärme aus. In meiner rechten Hand liegt die kalte Nadel, deren Temperatur sich langsam der meines Körpers anpasst. Durch die linke Hand gleitet das Garn. Zweimal um den Zeigefinger gewickelt, unter Mittel- und Ringfinger hindurch, über den kleinen Finger. Ich beginne eine Masche an die nächste zu setzen und spüre, wie das dünne, flauschige, weiche Garn an meinen Fingern entlang fließt. Mohair. Weich, dünn, haarig. Eine dünne Linie die zu einer lichten Fläche wird, je mehr der lockeren Maschen ich aneinander mache. Das Garn hat einen Farbverlauf die die Textile Fläche wie eine Malerei wirken lässt. Verändere ich die Größe und Festigkeit der Maschen, verändert sich die Fläche, wird zu einer Form. Eine dreidimensionale Malerei, die Wärme spenden kann. Grau wird zu beige, wird zu weiß, wird zu grau. Die Beschaffenheit des Garns und die Art der Maschen bestimmen den Duktus.
Überlappend, wiederholend, reduziert, flach, Repetition
Repetition, Repetition. Cloudy with no chance of bad
weather. #pixellove, 1-2-3-4-dimensionaler Raum
Farbenfroh, lebensfroh, pipapo. So many trees
– no bees because they sting and no mosquitos
@ the lake either #mosquitohater.
[15 min] Welche Merkmale weist deine Probe auf? Was ist symptomatisch für deine Arbeit? Worauf deuten diese Symptome/Merkmale hin? Welche Eigenschaften hat sie? (syntaktische Dichte)
Urlaub im Internet. Berge, Seen, Bäume, Wolken, ein Sonnen-
untergang, Hügel, Felder und romantisch platzierte Steine.
Die Idylle dümpelt vor sich hin und du tauchst ein.
Dein Bildschirm ist der Wandschrank und @jula.ulri.lover3’s
posts über den Sommerurlaub in Schweden sind Narnia.
Blöd nur, dass du beim Eintauchen die Luft anhalten musst,
und dir beim Auftauchen immer schlecht ist.
Doch der kurze Besuch hat auch etwas gutes.
Du bleibst nie lange genug um zu sehen
wie sich die Landschaft in Pixel auflöst.
Stoffe auf Haut, labels im nacken, schicht über schicht aber was trage ich was ist das für stoff, was ist das für ein label, welche schicht kommt über welche schicht was machen oberflächen mit meinem bewusstsein und welche zeige ich nach außen Oberflächen und Bewusstsein: Wie entstehen Oberflächen Wie entsteht Bewusstsein. durch die wiederholung von aneinanderreihungen oder von willkürlichen bewegungen durch die wiederholung von verschiedenen Körpern oder von unterschiedlichen Oberflächen durch die wiederholung von Kontrasten oder Gefühlen Jeder Baustein in einer oberfläche reagiert mit dem nächsten Baustein Sie verschmilzen, beißen, tragen, verstecken, überlagern, setzen kontexte und tragen die Verantwortung konsument*innen ihr Bewusstein anzuregen
Symptom 1: Sie orientiert sich an der Formgestalt von
Hefen und Pilzen, ist aber kein perfektes Abbild. Sie ist vielmehr so
etwas wie eine Fiktion, die aus einer mikroskopischen Realität
entstanden ist.
Symptom 2: Sie ist organisch in ihrer Formgestalt, aber
keinesweg so weich und fluid wie sie aussieht.
Symptom 3: Sie ist an einer Stelle gebrochen, ich habe sie
mit einem Feuerzeug wieder zusammengeschmolzen.
Symptom 4: Sie ist reproduzierbar, eins zu eins, aus einem
gcode gedruckt. (Druckzeit ca. 1:30h)
Symptom 5: Sie ist skalierbar, veränderbar, ihr liegt eine
Datei, eine Reihe von Buchstaben und Zahlen zugrunde.
Symptom 6: Sie skaliert auch selbst eine andere Realität
in eine größere Dimension.
1. Meine Probe ist anpassungsfähig bis zu einem gewissen maß, 2. ziel ist passgenauigkeit und komfort, Das ziel ist erreicht wenn eine Person es als erreicht sieht die das Kleidungsstück trägt und nicht ich als der der es erschaffen hat , 3. es ist meist nur eine annäherung, die probe bleibt gerne in ihrer ursprungsform sie ist symmetrisch es gibt sich wiederholende formen die im bezug zu einander stehen 4. lässt sich aber manipulieren, verändern sich einzelne nähte oder umrisse verändert sich fall, passform, bewegung und form der probe
Erlebbar, die Handarbeit, Beobachten des Entstehungsprozesses, beieinflussen und beeinflusst werden. Kontrolle halten und abgeben. Lichtdurchlässig und luftig, aber warm. Formgebend und veränderbar. Folgt einem Muster, wächst darüber hinaus. Traditionen werden weitergeführt und durchbrochen. Ambivalenzen wechseln sich ab, werden vereint.
1 - meine probe ist interaktiv, es sollte interagiert werden 2 - meine probe ist fragil und verändert sich 3 - meine probe kann eine geschichte erzählen 4 - meine probe hat komische formen 5 - meine probe kann gefühlt und gelesen werden
emotional rational irrational verbindungen begriffe und gedanken aus dem kopf lassen, um sie in verbindung zu bringen, oder distanz zwischen ihnen zu schaffen, sie für andere greifbar machen
ein [zu kleiner] Ausschnitt aus dem ganzen [Stück Stoff]
soll das Material repräsentieren/ Aussehen simulieren
eigentlich zu klein um sich daraus das Ganze vorzustellen
veränderbar, wenn man die eizelnen Teile tauscht
eigentlich fehlt zu viel um sich ein richtiges Bild machen zu können
das meiste muss man sich vorstellen
MEINE ARBEIT HAT DOCH KEINE SYMPTOME! Wer in Maßen und zu geregelten Uhrzeiten in die Fantasielandschaften von @jula.ulri.lover3 eintaucht, dem bleibt im schlimmsten Fall mal die Luft weg, weil die abgebildeten Landschaften so atemberaubend schön sind!
1 – passgenau auf meinen kleinen Finger abgestimmt 2 – weiches Aussehen, starres Material… visuelle Erfahrung gegenüber haptischer Erfahrung 3 – Objekt zum Tragen, mit der Voraussetzung, dass es passt. Kann aber auch aus dem Kontext gerissen und als Anhänger o.Ä. genutzt werden. 4 – Zeigt ein Motiv als Hohlrelief, das als aufgehende oder untergehende Sonne verstanden werden kann. Oder auch nicht. Situative Lesbarkeit. 5 – Unikat
Flexibel, weich, formbar, zäh, teilweise klebrig . Material wird zerkaut und durch ziehen, wickeln, drehen weiter verformt um es an den Körper und in den Raum zu legen. Das Material ist entweder Kaugummi selbst oder wird auf ein neues Material mit dem es sich eine überschneidende Eigenschaft teilt, übertragen.
[00:35] >[30 min] verschiedene Kontexte probieren >Was bedeuten die Merkmale in ihrer Fülle und welche Exemplifikationen davon kannst du wo anbieten? Gib eine Probe deiner Arbeit in möglichst drei unterschiedlichen Kontexten. Welche Eigenschaften werden in welchem Kontext sichtbar/verständlich oder besonders wichtig? (Multiple und komplexe Bezugnahme)
Kontext Eins – Du bist in Narnia.
Dein Bildschirm hat sich als Portal erwiesen
und du tobst fröhlich durch die Pixellandschaften.
Kontext Zwei – Du zeigst mir Narnia.
Du hast Screenshots gemacht.
Du erklärst mir – es nicht so schön wie im
echten Leben. Auf dem Screenshot sieht man
viel mehr Pixel als in echt.
Es ist dir unangenehm.
Die Anwesenheit von Pixeln beweisen einen unnatürlichen
Ursprung. Eine Fantasiewelt vielleicht?
Kontext Drei - Ich mache an der KUNSTHOCHSCHULE
einen kritischen Beitrag über Narnia und die Pixel.
Ich wasche mich rein.
#Kritik creates #Abstand and #MoralHighground
Ich zoome ganz nah ran.
Die Pixel können sich nicht vor mir verstecken.
Wenn sie groß genug sind, können sie mich nicht belügen.
Das gefällt mir.
Meine Fantasielandschaft tut nicht so
als ob sie keine wäre.
#pixellove
1 Das vordere und hintere Schnitteil des Hosenbeins ist jeweils symmetrisch zu dem des anderen Hosenbeins 2 Außerdem sind zwei Seiten des vorderen und hinteren Schnitteils annähernd identsich in der Länge 3 Jedes Schnitteil des Hosenbeins hat meist 5 Seiten 4 Alle oberen Seiten der Hosenbeine ergeben eine Gesamtlänge die die Länge einer Seite des Bundes beschreibt 5 Die Hälfte der Breite des Schnitteils vom Bund beschreibt die endgültige Höhe des Bundes und die Länge der Gürtelschlaufen Die verschiedenen Eigenschaften der Probe werden meist dann ersichtlich, wenn sie nicht funktionieren, da die Sehgewohnheit eine angemessene Verteilung von Eigenschaften und Bezugnahme vorraussetzt
Kontext 1: Die Probe wird in die Hand genommen.
Sie fühlt sich interessant an, hat verschiedene Form, die gerillte
Textur, die Kanten und Verläufe, die man mit den Fingern nachfahren
kann. Sie macht Wissenschaft fühl- und ertastbar. macht aus einem
zeridimensionalen Bild eine dreidimensionale Form. Wissen wird ein
Stück barrierearmer (hoffe ich).
Kontext 2: Die Probe schafft eine neue Realität. Sie
kombiniert Formen von verschiedenen Mikroorganismen und spielt mit der
Frage, was Modelle eigentlich zeigen – nämlich nicht eine
eins–zu–eins–Übersetzung der Realität, sondern eine
Interpretation der Hinweise, die die Wissenschaft
liefert.
Kontext 3: Die Probe wird 3D-Gedruckt. Was zuerst nur die
Übersetzung von 2D-Bild in 3D-Objekt war, wird die
Übersetzung von 3D-Objekt zu Gcode, wird die
Übersetzung von Gcode in Druckbefehle, wird die
Übersetzung von Druckbefehlen in geschmolzenes, gesteuertes
Schichten von Filament, wird die Übersetzung in eine fertige
PLA-Skulptur.
kontext 1 die probe findet am Körper statt und findet hier die volle Fülle des seins der Körper, der individuelle output des ichs steht in konstanter berührung mit der probe ich spüre was ich trage kontext 2 die probe hängt im kleiderschrank und staubt und ist dadurch eingeschränkt in ihrer vollen fähigkeiten des seins. lediglich die Augen und Hände haben die Möglichkeit einen Ausschnitt aus der Fülle der Probe wahrzunehmen Diese verzerrte wahrnehmung ist nicht zu verwechseln wie mit kontext 1 sie regt jedoch dazu an, die volle Fülle wahrnehmen zu wollen ich weiß was ich tragen könnte Kontext 3 die Probe findet in 2 dimensionaler Form statt durch ein Abbild und verbietet dem ich jegliche eigenschaft der probe ehrlich wahrzunehmen blendet das ich mit einer im Kopf produzierten Vorstellung von einer Wahrnehmung ich weiß nicht was ich trage
in ihrer fülle - a glimpse of a project about swallowing, eating, feminism, sickness, disorders, ingesting, digesting and the power of words. what happens, if we swallow the words that defined us for so long? what happens, if we swallow the words we have been searching for? 1 - digital, der haptische kontext fehlt, der text kann gelesen werden, das material bleibt unklar, die erfahrbarkeit nicht nachvollziehbar. fragen werden aufgeworfen: was macht der text auf dem unförmigen blob. 2 - in der hand, das esspapier fühlt sich fragil an, der text kann gelesen werden, es bleibt unklar, wie weiter zu verfahren ist. 3 - im magen, worte wurden geschluckt, noch nicht verdaut, fragen zu selbstermächtigung und macht, das esspapier ist geschmacklos, vielleicht muffig. schreiben, um design-entscheidungen zu verteidigen, sie verstehbar und nachvollziehbar zu machen, sie zu begründen, wer, was, wann, wo, warum schreiben, um sich mit den eigenen gefühlen auseinander zu setzen schreiben, um nicht an der mentalen last zu ersticken
Die Handarbeit spielt eine Rolle. Schafft einen Bezug zwischen mir und dem Material und anderen. Verschiedene Garne reihen sich aneinander, Garnreste von vier Generationen. Meine Familie, die mütterliche Linie. Gewöhnlich schaffen wir Gebrauchsgegenstände, die uns schützen, Wärme spenden. Die Möglichkeit schaffen uns auszudrücken und einzuhüllen. Ich ändere die Perspektive, die Form, den Nutzen. Der Ursprung ist weiter sichtbar, irgendwie noch da und trotzdem weg und überholt. Die Größe, die Form, die Betrachtung verändern sich. Alles zuvor dagewesene bleibt, wird in Frage gestellt und wirft die Fragen zurück. Man sieht dem Endprodukt, der Skulptur, die Arbeit an, ordnet sie neu an. Wie ein Fragment des Lebens zur Betrachtung in einem Raum. Flexibilität. Ich setze mir die Skulptur auf den Kopf, werde tragender Teil des Ganzen. Ich umarme sie und hülle mich ein. Wir kuscheln. Dann hängt sie von der Decke, ist befestigt am Boden. Ich betrachte sie von außen. Kann sie anfassen aber nicht greifen.
1: Die Probe auf Papier, leeres Weiß im Hintergrund, der einzige gegebene Kontext sind die anderen Elemente der Probe selbst. Aber kaum ein Kleidungsstück existiert in einem so leeren Raum. Repräsentativ ist diese Darstellung wohl kaum. Dafür kann man sich voll und ganz auf die Stofflichkeit selbst konzentrieren. 100% Probe, 0% was dadraus wird
2: Die Probe an der Puppe, die Knöpfe gesteckt in einer Reihe, der Stoff in Formen drapiert, die Probe ist beinahe schon ein richtiges Kleidungsstück. Man kann sich vorstellen wie sich der Stoff am Körper verhält, die Details, die unter Punkt 1 betrachtet wurden sind hier weniger relevant, eigentlich zu klein für diesen Kontext. Stattdessen ist der Fokus auf dem Gesamtbild. 50/50 Probe und Resultat
3: Die Proben vergessen auf dem Cafétisch. Irgendwer findet sie und denkt sich, was das wohl sein soll? Es steht nirgendwo dran “das wird ne Klamotte!”, kann man das dann überhaupt erahnen, nur durch’s anschauen? Vielleicht bertrachtet der Mensch, den Glanz der Knöpfe, fässt kurz den Stoffschnipsel an, das kleine bisschen Garn wandert vermutlich direkt in den Müll, der Stoffschnipsel nach kurzem Betrachten dann auch. Ich glaube in dem Kontext ist die Probe auch keine Probe mehr.
1 – Handlungsmöglichkeit: Könnte als Siegelring genutzt werden. Hier müsste noch Wachs (o.Ä.) und Feuer hinzugefügt werden. 2 – Alternative Tragemöglichkeit: Könnte als Anhänger genutzt werden. 3 – Materialeigenschaft betrachtend: Könnte eingeschmolzen und zu etwas Neuem gegossen werden. 4 – Kann von mir am kleinen Finger getragen werden. An meiner linken Hand passt er besonders gut. Mit der Platte nach oben gerichtet. Das Sonnenmotiv entweder zu mir gerichtet oder zu gegenüber befindlichen Personen. 5 – <3 gedanklich-haptisch Sinneswahrnehmungsebenden werden verbunden,
[00:05] anything? >[x min] -> ….
[00:03] >[x min] Possibility to reconsider: You can go back and edit your initial statement. Use the following markings as you revise:
Session #4 Proben text and textile WS 2025/26
Fonts: Latitude, Director, BackOut, Abordage, Promocyja Typefoundries: Velvetyne, Public Domain