##your names MerlsCarolarajaJuliamarleneRosiludwigaliaig0rsiveEmma
⭒◦↝ Text and Textile ↜◦⭒
o o o o 。 。 . . . .
WS 2025/26
::: main
[00:90]
>[3 min] Setting the scene: Thema 5. Sitzung (05.01.26/remote): Was
machen wir hier eigentlich? Bezugnahmen, kritisches Feedback geben, Lob
willkommen! <3 im ästhetischen Modus schreiben, Wann denke und
schreibe ich ästhetisch? Etwas einkreisen, lesen und verstehen,
spiegeln/feedbackn
everyone can write better (Herbert Clark)
[00:87] >[3 min] 0. Follow the link to arrive at the Octomode pad: https://lepa.hackersanddesigners.nl/textandtextile6/pad/ 1. Where are we? [reading line 8-40 together] 2. Pick a nick name (or not) 3. Pick a color (or not) 4. The collective Etherpad experience can be turbulent. If you prefer a calmer space, you can create your personal pad here: https://etherpad.hackersanddesigners.nl/ or here: https://pad.riseup.net/ and add the link here if you want to be found: https://pad.riseup.net/p/Text_und_Textil-keep 5. Transition to spatial landing
[00:84] >[3 min] remote arbeiten, Feedbacks und Text lesen be brave! cut the clutter!
[00:80] > gemeinsames Lesen und Besprechen von Herbert Clark ‘Everyone can write better’ ### Principle 1: Don’t be pedantic. Rule 1: Never write a word or phrase you wouldn’t use in conversation Rule 2: Get rid of excess verbiage. Rule 3: Never use a heavy, uncommon or academic word or phrase where a lighter, commoner, or plainer one would do. (Avoid which whenever possible.) Rule 4: Divide complicated sentences into two or more sentences. Rule 5: Root out unneeded adjectives and adverbs. ### Principle 2: Make your writing lively. Some approaches to writing lead naturally to lively prose. Rule 6: Center your writing, where possible, on people and what they do (Do not, however, center your writing on previous researchers and what they did.) Rule 7: Prefer the active over the passive voice. (Avoid ending sentences with verbs) Rule 8: Avoid nominalizations, especially the first timeyou mention an actionor property. Rule 9: Do not begin sentences with empty ‘it’. Rule 10: In reporting data, describe your findings, not your statistics. ### Principle 3: Be professional. Rule 11: Avoid sexist language - but do so unobtrusively. Rule 12: Check your spelling. Rule 13: Put your writing in the correct format.
[1 min] Namen eintragen [1 min] Schreibe deinen Namen in Zeile 77
Hier können wir unsere eigenen Regeln aufschreiben.Künstlerisch forschendes Schreiben kann poetisch sein, Regeln missachten oder erweitern und gänzlich experimentell werden. Außerdem schreiben wir nicht zwingend in Englisch. Wie können Herbert’s Regeln für eine künstlerisch-forschende Schreibweise angepasst werden? Formuliere deine eigenen 10 Regeln.
alia: Regel 1. Schreib in Bildern, nicht in Konzepten. Die stärksten Passagen beschreiben sensorische Details statt Ideen zu erklären. Zeigen, was man sieht, fühlt, schmeckt – nicht, was man darüber denkt. Konkretheit ist ansteckend.
Regel 2. Nutze Gegensätze statt Definitionen. Gegensätzliche Bilder nebeneinander existieren lassen: sanft und brutal, süß dann bitter, warmes Metall auf kalten Händen. Die Spannung zwischen ihnen ist präziser als jede logische Erklärung.
Regel 3. Verdichte mit Symbolen, nicht mit Worten. Drei prägnante Worte können tragen, wofür drei Absätze zu viel sind. Ein Symbol hält eine ganze emotionale Struktur.
Regel 4. Erlaub Gedankensprünge, aber mach sie nachvollziehbar. Nichtlinearität ist erlaubt. Ankerpunkte visuell markieren: Zeilenumbruch, Fettdruck, Symbole. Der Leser kann dem Sprung folgen.
Regel 5. Wiederhole nur, wenn man vertieft, nie zur Füllung. Wiederholung ohne neue Information ermüdet. Sparsam nutzen und nur, um eine Bedeutungsebene oder Intensität hinzuzufügen.
Regel 6. Mach den Formungsprozess sichtbar. Überarbeitungen zeigen – durchgestrichen, Neufassungen, Zögern. Der Kampf selbst ist Teil der Aussage. Authentizität lebt in der Arbeit.
Regel 7. Wenn ein Wort im Kontext unklar ist, streiche es. Ein Wort ist nicht poetisch, weil es rätselhaft ist. Es muss zumindest erahnbar sein. Präzision ist wichtiger als Dunkelheit.
Regel 8. Schreib zur Verarbeitung, nicht nur zur Kommunikation. Nicht alles Schreiben braucht Leser. Manche Texte müssen nur klären. Schreiben nutzen, um Gefühle zu durchdenken, nicht sie zu erklären.
Regel 9. Nutze Zeilenumbruch und Raum als Werkzeug, nicht als Dekoration. Ein Zeilenumbruch ist ein Atemzug. Raum erzeugt Stille. Die Form prägt die Bedeutung so sehr wie die Worte.
Regel 10. Offene Fragen sind präziser als geschlossene Antworten. Eine gut gestellte Frage kann ehrlicher sein als jede Antwort. Die besten Fragen offen stehen lassen.
no straight lines be soft/warm never apologize for existence allow discomfort share what feels good or important be dysfunctional no / all strings attached don’t overcomplicate no problem solving always care
1 Setze nichts voraus, hole deine Lesenden ab. 2 Bleib bei dir. Artistic research ist subjektiv. 3 Vernetze dich. Nimm Bezug. 4 Nimm Position ein, verorte dich. 5 Schreib wie du sprichst. Mach es nicht komplizierter als es ist. 6 Adressiere das (für dich) Offensichtliche. 7 Locker lassen, nicht zu stramm ziehen. 8 Bleib in Kontakt (mit dir und der Welt).
1-> Spassss brim schreiben & lesen haben 2-> Erstmal
anfangen und drauf losschreiben,dann nochmal
anschauen & überarbeiten + evtl. kürzen/ergänzen 3->Spielerisch
mit Text umgehen 4-> Worte & Texte als etwas Räumliches,
plastisches verstehen, die Gedanken und Ideen einen Ort & Wohnung
geben. 5-> Sinneswahrnehmungen mit einbeziehen & text als etwas
erlebbares/ Erlebnis begreifen 6-> Intention und Ziele des Textes
aufschreiben : “Was will ich damit? Für wen ist der Text?”
7->Feedback einholen, Verständlichkeit checken
8-> 9-> 10->
emil: 1. Auf das Wichtige konzentrieren, unnötige Dinge rauslassen. 2. So schreiben als würde die Person die es liest nichts über mich wissen. 2.1 = > Versuchen an die Leser*innen zu denken, so schreiben dass man es einfach versteht, aber dass keine Informationen auf der Strecke bleiben 3. Zusammenhängende Sätze schreiben, nicht zu stichpunktartig 4. Bei Texten wie Motivationsschreiben auf Struktur achten, Einleitung, Hauptteil, Schluss 5.Handfest und mit Bezug schreiben, keine leeren Sätze die zu theoretisch sind. (Komme ich automatisch hin wenn ich auf Meta Ebene Prozesse erklären will)
Regeln zum Schreiben
1. Der erste Satz ist der schwierigste: Wenn das Blatt zu leer ist, dann beginn mit einem einleitenden Satz, der danach auch einfach weggestrichen werden kann.
2. Eine Struktur schaffen, bevor es losgeht: Einzelne Worte untereinandersetzen, um eine Gedankenverlauf und Textfluss vorzubereiten. (Pro Zeile ca. 30-40 Worte im Text)
3. Erstmal einfach schreiben. Kürzen kann man danach.
4. Immer wieder fragen: Ist das das richtige Wort? Oder gibt es Worte, die konkreter beschreiben?
5. Verständlichkeit: Könnten auch Außenstehende verstehen, worüber ich rede?
6. HAUPTSACHE SCHREIBEN!
7. Humor: Wann immer möglich und angebracht, ist Humor ein Teil meiner Ausdrucksweise. Warum also nicht auch im schriftlichen?
8. Komplette Blockade: Schreib einen Tagebucheintrag über deine Schwierigkeiten.
9. Absätze, Zeichensetzung, Rechtschreibung und Schriftarten sind wichtig!
10. Szenario vorstellen, für den ein Text geschrieben wird.
#1 Warum immer Sätze schreiben. Oder auch: eigene Vorstellungen von Text neu definieren. #2 Schreiben ist ein Werkzeug fürs Hirn. Sieh es als solches! #3 Entweder auf Englisch oder Deutsch schreiben. Anglizismen nur falls unumgänglich. #10 Regeln sind da um gebrochen zu werden. #4 Weißräume schocken aka Licht und Schatten. #5 Dumb it down. #6 Schreiben ist ein Denkprozess. oder #7 Reflektion durch Schreiben.
alia: Regel 1. Schreib in Bildern, nicht in Konzepten. Die stärksten Passagen beschreiben sensorische Details statt Ideen zu erklären. Zeigen, was man sieht, fühlt, schmeckt – nicht, was man darüber denkt. Konkretheit ist ansteckend.
Regel 2. Nutze Gegensätze statt Definitionen. Gegensätzliche Bilder nebeneinander existieren lassen: sanft und brutal, süß dann bitter, warmes Metall auf kalten Händen. Die Spannung zwischen ihnen ist präziser als jede logische Erklärung.
Regel 3. Verdichte mit Symbolen, nicht mit Worten. Drei prägnante Worte können tragen, wofür drei Absätze zu viel sind. Ein Symbol hält eine ganze emotionale Struktur.
Regel 4. Erlaub Gedankensprünge, aber mach sie nachvollziehbar. Nichtlinearität ist erlaubt. Ankerpunkte visuell markieren: Zeilenumbruch, Fettdruck, Symbole. Der Leser kann dem Sprung folgen.
Regel 5. Wiederhole nur, wenn man vertieft, nie zur Füllung. Wiederholung ohne neue Information ermüdet. Sparsam nutzen und nur, um eine Bedeutungsebene oder Intensität hinzuzufügen.
Regel 6. Mach den Formungsprozess sichtbar. Überarbeitungen zeigen – durchgestrichen, Neufassungen, Zögern. Der Kampf selbst ist Teil der Aussage. Authentizität lebt in der Arbeit.
Regel 7. Wenn ein Wort im Kontext unklar ist, streiche es. Ein Wort ist nicht poetisch, weil es rätselhaft ist. Es muss zumindest erahnbar sein. Präzision ist wichtiger als Dunkelheit.
Regel 8. Schreib zur Verarbeitung, nicht nur zur Kommunikation. Nicht alles Schreiben braucht Leser. Manche Texte müssen nur klären. Schreiben nutzen, um Gefühle zu durchdenken, nicht sie zu erklären.
Regel 9. Nutze Zeilenumbruch und Raum als Werkzeug, nicht als Dekoration. Ein Zeilenumbruch ist ein Atemzug. Raum erzeugt Stille. Die Form prägt die Bedeutung so sehr wie die Worte.
Regel 10. Offene Fragen sind präziser als geschlossene Antworten. Eine gut gestellte Frage kann ehrlicher sein als jede Antwort. Die besten Fragen offen stehen lassen.
Du hast dir im letzten pad/der letzten Sitzung die Kommentare zu deinem eigenen Text durchgelesen. Du hast einen Text über deine Arbeit geschrieben mithilfe der Vorarbeit, die du selbst geleistet hast und von deinen peers begutachtet wurde. Der Text sollte nicht länger als 100 Wörter haben. Bitte kopiere diesen Text über deine eigene Arbeit hier ein, wir werden damit weiterarbeiten.
den ganzen sommer auf dem boden sitzen, perlen in der linken hand, die schnur in der rechten. mein gehirn webt netze (no/all strings attached) die ich nicht immer zu fassen kriege. für eine schnur brauche ich 45 minuten, danach pause, sonst verzähl ich mich zu häufig. 10 schnüre schaffe ich höchstens am tag, danach gibt mein gehirn auf und meine hände tun weh von der feinmotorischen arbeit. meinen körper kann ich kontrollieren (manchmal/meistens), er fühlt die fäden, sie sind haptisch, bleiben greifbar. nebenbei läuft die tour de france (pogacar hat schon wieder gewonnen) - irgendwas, was nicht vom zählen ablenkt. the strings in my brain feel loose, chaotic und logisch für den moment. reissen, reissbar, ausreissbar, rückreissbar. die fertigen ketten kommen in einen schuhkarton und verheddern sich. an ihnen klebt kreppband, dass ihnen eine nummer zuweist. haltlos, nicht auszuhalten, raushalten, zusammenhalten, das was zusammenhält. alles in der richtigen reihenfolge. suchen, ich habs versucht, lässt sich nicht finden, versteckt. die letzten vier tage habe ich damit verbracht, die schnüre zu entwirren, zu befestigen, auf die gleiche länge zu kürzen. zu versteckt um sie zu greifen. sie fliegen/fallen/reissen. jetzt kann man den schriftzug auf einmal tatsächlich lesen. „dunkelziffer“. no strings attached but feels more like all strings attached. das fädeln der perlen hat sich angefühlt wie kümmern. sorgearbeit leisten. irgendwas beitragen. nicht loslassen können (es auch gar nicht versuchen?). strukturiert, aber verheddert - muss sich irgendwie enttüddeln (oder enttüddelt werden). the strings are loose while i’m very uptight. versteckt, bis sich jemand heran(herein) traut. rennen statt stehenbleiben oder endlich los, weg, weit, schnell, endlich? a lot to handle. verrannt.
Meine Arbeit bewegt sich zwischen Gestaltung, Alltag und politischer Haltung. Ich gestalte Objekte, Räume und Texte, die Gespräche eröffnen, statt Antworten festzuschreiben. Mich interessieren Materialien, die Spuren tragen, und Formen, die benutzt werden wollen. Seiten, die angefasst werden wollen. Gestaltung verstehe ich als soziale Praxis: Sie entsteht im Austausch, im Machen, im Scheitern und Neuordnen. Noch mal von vorne, noch mal besprechen, nicht alleine. Meine Projekte erzählen von Erinnern und Vergessen, von Nähe, Arbeit und Verantwortung. Statt Dinge auszustellen, will ich Situationen schaffen. Ich lade Menschen ein, Platz zu nehmen, zuzuhören, mitzudenken und ins Gespräch zu kommen. Design ist für mich kein fertiges Produkt, sondern ein Prozess.
Objekte, Räume und Texte, die Gespräche eröffnen. Materialien, die Spuren tragen. Formen, die benutzt und Seiten, die angefasst werden wollen. Meine Arbeit bewegt sich zwischen Gestaltung, Alltag und politischer Haltung. Gestaltung ist soziale Praxis: Sie entsteht im Austausch, im Machen, im Scheitern und Neuordnen. Noch mal von vorne, noch mal besprechen, niemals alleine. Meine Projekte sind mein Sprachrohr. Sie erzählen von Gesellschaft, Nähe, Arbeit und Verantwortung. Ich will Situationen schaffen, die einladen. Einladen zu verweilen, zuzuhören, mitzudenken und ins Gespräch zu kommen. Denn der Wert der Gestaltung liegt nicht im fertigen Produkt, sondern im Prozess.
Unerlässlich eine Masche an die andere. Die Fäden, wie Linien, werden zu einer Fläche, zu einer Form. Ein füllbares, raumfüllendes Objekt. Es füllt sich selbst, verselbstständigt sich. Ist selbstverständlich und inhärent dem Individuum, der Gesellschaft, der Politik. Derrida nennt es “Ghosts”. derrida sagt “ghosts”. ich sage “eine masche an die nächste. fäden werden linien werden flächen werden formen werden körper. füllbare, raumfüllende, gefühlte objekte. selbstverständlich, verselbstständigt, füllt sich selbst. innerhalb, von innen, intrinsisch, inhärent dem individuum, der gesellschaft, der politik.”
Ich glaube, nur im Prozess kann ich Worte finden. Jeder Anfang beginnt mit einem guten Maß an Chaos. Enden und Anfänge, die abstehen, ein wirrer Haufen geplanter Unordnung. Gräser, Binsen, Weiden. Wo kann man einen guten Ansatz finden, um einzelne Stränge langsam mit einander zu verbinden, zu verweben, zu verflechten? Worte verbunden mit meinen Arbeiten verdrehe ich gerne und schnell zu Arbeit. Wann kann ich endlich Händewaschen? Ansätze sind immer schwer. Die Gräser verrutschen, fallen durch meine verkrampften Hände auf den Boden. Geht es darum, in den Fluss zu kommen? Der Fluss der Wörter spült aus mir heraus, aber was ist davon brauchbar? Worte sind doch auch überall. Muss das alles brauchbar sein? Liebe es, Fragen an meine Arbeiten zu stellen und keine Antworten zu geben. Das lässt es offen, ihnen nachzuspüren. Stränge um Stränge. Gräser, die sich biegen aber nicht brechen sollen. Und wenn ich Worte wirklich finde, dann im Prozess. Wo führt mich das Muster hin? Fühlen, tasten, Abstand: schauen. Passt das so? Nur im Prozess kann ich Worte finden. Am Anfang steht ein gutes Maß an Chaos. Gräser, Binsen, Weiden: ein wirrer Haufen geplanter Unordnung mit abstehenden Enden und Anfängen. Wo kann ich einen guten Anfang finden, um einzelne Stränge langsam miteinander zu verbinden, zu verweben, zu verflechten? Ansätze sind immer schwer. Die Gräser verrutschen, fallen durch meine verkrampften Hände auf den Boden. Geht es darum, in den Fluss zu kommen? Der Fluss der Wörter spült aus mir heraus, aber was davon ist brauchbar? Verbinde die Worte miteinander, verwebe sie ineinander, verflechte sie mit meiner Arbeit. Liebe es, Fragen an meine Arbeit zu stellen und keine Antworten zu geben. Das lässt offen, ihnen nachzuspüren. Stränge um Stränge. Gräser, die sich biegen, aber nicht brechen sollen. Wenn ich Worte finde, dann im Prozess. Wo führt mich das Muster hin? Fühlen, tasten, Abstand: schauen. Passt das so?
Wir existieren nicht auf einer Linie, wir sind multiskalar. Welt und wir ist faszinierend, das vergessen wir manchmal. Wir vergessen das in einer 50h-Arbeitswoche, wir vergessen das in einem linearen Strom von TikTok-Reels, wir vergessen das bei der Vorstellung linearer Lebenswege und wir vergessen es am allermeisten, wenn wir aufhören, zu fühlen. Betrachter*innen meiner Mikroben haben nicht nur positives gefühlt: Sie haben Ekel verspürt, sie haben Hemmschwellen der Berührung gespürt, sie waren verwirrt, kritisch, scheu, vorsichtig, haben angefasst, gelesen, geguckt, zugehört, gefragt. Das wichtigste: Sie haben gefühlt.
Wissenschaftskommunikation erinnert uns zu fühlen.
Bubblegumm. leichtes knacken und tutti frutti verzaubert die gedanken. Prinzessinnenträume, glitzer, lipgloss, rosige Zukunft? die uhr tickt und wenn wir groß werden, werden wir prinzessinnen ? dancing queens ? Unser Täglich brot wird kuchen, sein oder? Wir haben gekaut und gekaut. der süße saft ist langsam weg. Wie wärs mit einer Bubble? Und sich darein begeben. Weiche elastische Wände umgeben uns. Es ist warm und die Luft schmeckt noch süß. Aber dann werden die Wände lose&enger , ein riss, kalte luft, sie beginnen an unseren körpern zu haften, kleben, wir verfangen uns aber wollen frei und nicht willig sei. Bubblegum. Leichtes Knacken und tutti frutti verzaubern die Gedanken. Prinzessinnenträume, Glitzer, Lipgloss, rosige Zukunft? Die Uhr tickt und wenn wir groß werden, werden wir Prinzessinnen? Dancing Queens? Unser täglich Brot wird Kuchen sein, oder? Wir haben gekaut und gekaut. Es durchgekaut. Der süße Saft ist weg. Wie wärs mit einer Bubble? Und sich darein begeben? Weiche elastische Wände umgeben uns. Es ist warm und die Luft schmeckt noch süß. Das elastische Rosa dehnt sich der Sonne entgegen. Schön, so weich und zart das Häutchen. So weich und zart der sanfte Atemhauch. Unsere Körper folgen dem süßen Strom. Aber dann werden die Wände dünner und loser. Ein Riss. Kalte Luft. Kraftlos schrumpeln sie in sich zusammen. Sie beginnen an unseren Körpern zu haften. Jetzt wird es bitter. Die Blase ist zerplatzt. Wir haben es durchgekaut und ausgespuckt. Die Fäden kleben an uns, zäh und eklig.
Meine Arbeit ist ich.
Jede Entscheidung basiert auf einem irrationalen Gefühl. Die Frage, was „gut“ ist, lässt sich nicht objektiv beantworten: Etwas fühlt sich richtig an - oder nicht. Es passt oder es passt nicht. Die Summe dieser Entscheidungen ergibt ein Bild, ein Gefühl, das entsteht. Dieses Gefühl lässt sich nur schwer in Worte fassen oder vermitteln. Ob das Intendierte vorhanden ist, kann letztlich nur jede Person selbst durch Erfahrung, Haptik und Zeit herausfinden.
Kleidung muss erlebt werden. So auch meine Arbeit.
Ziel ist es, der tragenden Person den Entscheidungsprozess nachvollziehbar zu machen, um ein ähnliches Gefühl von Sicherheit zu erzeugen. Komfort entsteht dabei nicht nur physisch, sondern auch durch Verständnis – durch das Gefühl, verstanden zu werden oder sich selbst verstanden zu fühlen, im Bezug auf die eigene Person oder Arbeit.
Kleidung muss erlebt werden.
Meine Intention ist es, der tragenden Person durch meine Kleidung Sicherheit zu geben. Komfort entsteht nicht nur physisch, sondern auch emotional – indem sich die tragende Person durch die Kleidung verstanden fühlt, und ein Verständnis für meine Arbeit entwickelt.
Meine Arbeit ist ich.
Jede Entscheidung beruht auf meine Intuition – diese wächst aus Erfahrung, Zeit und Wissen. Die Berührung von Stoff und Haut, verlaufen Nähte versteckt oder sichtbar, erlaubt ein Schnitt Raum für Bewegung – hier wird Intuition zu Instinkt. Meinem Instinkt, Komfort zu schaffen.
Intuition und Instinkt ergeben Intention.
Komfort lässt sich schwer in Worte fassen, denn es basiert auf persönliche Empfindungen: Ob meine Intention sich widerspiegelt, kann letztlich nur jede Person selbst herausfinden.
gestalten ist liebe und hass zugleich. sich mit dingen beschäftigen, die man verachtet um eine lösung für alle menschen die genauso fühlen zu finden. den prozess vergöttern, den austausch mit menschen, das ergebnis, die fehler, das fazit. über sich selbst dinge lernen, dinge die man mag, dinge die man von sich stoßen will. zu sehen, dass andere diese praxis, viel besser machen als man selbst. bewunderung, neid, zusammenarbeit? inspiration und reflektion, immer neue erkenntnisse; schaffen ist lernen irgendwie kitsch, aber wahrheit zugleich. korrektur: etwas gekürzte Formulierungen, In die Ich perspektive gerückt, Leicht strukturiert
Mein Gestalten ist Liebe und Hass zugleich. Sich mit Dingen beschäftigen, die ich verachte, um eine Lösung für Alle zu finden. Den Prozess vergöttern, den Austausch mit Menschen, das Ergebnis, die Fehler, das Fazit. Über mich selbst Dinge lernen, Dinge die ich mag, Dinge die ich von mir stoßen will. Zu sehen, zu denken, dass Andere es viel besser machen als man selbst. Bewunderung, Neid, Zusammenarbeit? Inspiration und Reflektion, neue Erkenntniss; schaffen ist lernen Irgendwie kitsch, aber Wahrheit zugleich.
in meiner Arbeit beschäftige ich mich damit strukturen zu finden, aufzudecken und nutzen oder neue entstehen zu lassen. Mich fasziniert, wie durch Wiederholung von Formen, Linien oder Kontrasten neue Strukturen, Muster und Oberflächen entstehen und wie diese sich in Bewegung am Körper verändern. Aber auch durch das zusammenwirken von verschiedenen Medien. Mit siebdrucken versuche ich meinem Material eine neue stofflichkeit zu geben. ich möchte bewusst Unsicherheit zulassen, meinen Perfektionismus hinterfragen und neue Medien erforschen, die Beziehung zwischen Körper und Kleidungsstück sowie die Wirkung von Material, Struktur und Print auf die Wahrnehmung und Wohlbefinden. Mode verstehe ich als künstlerischen Prozess, der gerade heute vorhandene Ressourcen neu denken muss und sich durch Strukturen, Experiment und transparenz weiterentwickelt. es fasziniert mich, wie linien sich selbst begegnen, wie kontraste sich verdoppeln und dabei etwas völlig neues entsteht. neue strukturen. nicht geplant. manchmal einfach da. der körper trägt alles. stoff auf haut wird zur bewegung, struktur wird flüssig. das material antwortet. die wahrnehmung ändert sich. farbe sickert durch, hinterlässt spuren. die unsicherheit wird sichtbar. der druck, der nicht ganz gerade sitzt – früher fehler, jetzt beweis des prozesses. perfektionismus ist eine form der angst. wenn ich sie bewusst zulasse, öffnet sich raum für experimente. beziehung zwischen körper und kleidung. nicht was ich überwerfe, sondern wie wir miteinander sprechen. ressourcen sind endlich. transparenz und experiment sind nicht optional, sondern notwendig. struktur als methode. struktur als denken mit den händen.
Mehrere Jahre ihrer Kindheit hat Sive beim Leistungsturnen verbracht und den Spagat geübt. Spagat mit dem linken Bein voraus, Spagat mit dem rechten Bein voraus, Spagat im Sprung oder auf dem Balken. Beine schön gestreckt, Füße auch, dehnen bis zur Perfektion. Heute sind ihre Gelenke steifer und ihre Muskeln nicht mehr so weich. Dafür übt sie den geistigen Spagat. Zwischen der guten Form und Design-Kritik, feministischer Theorie und dem Wunsch nach Anerkennung in einem patriarchalem System, zwischen der Liebe zur eigenen Arbeit und Selbstausbeutung, Ästhetik und formaler Richtigkeit, Wissenschaft und Bauchgefühl, effektiver Kommunikation und künstlerischer Abstraktion. Dehnen, nicht bis zur Perfektion, sondern nur so weit, um mit den verschiedenen Polen in Berührung zu bleiben ohne die Balance zu verlieren. Quasi wie Twister, nur alleine und im Kopf.
Mehrere Jahre ihrer Kindheit hat Sive beim Leistungsturnen verbracht und den Spagat geübt. Spagat mit dem linken Bein voraus, Spagat mit dem rechten Bein voraus, Spagat im Sprung oder auf dem Balken. Beine schön gestreckt, Füße auch, dehnen bis zur Peeeeeerfeeeeeeektiiiiiioooooooon. Heute sind ihre Gelenke steifer und ihre Muskeln nicht mehr so weich. Dafür übt sie den geistigen SpaaaAAGAAaaat. Zwischen der 🤩guten Form und Desig-Kritik👺, zwischen 💯feministischer Theorie und dem Wunsch nach Anerkennung in einem patriarchalem System🤬, zwischen 💋der Liebe zur eigenen Arbeit und Selbstausbeutung🤡, zwischen ❣️Ästhetik und formaler Richtigkeit🤢, zwischen 😋Bauchgefühl und Wissenschaft🤖, zwischen 😪effektiver Kommunikation und künstlerischer Abstraktion❤️🔥. Deeeehneeeen, nicht bis zur Perfektion, sondern nur so weit, um mit den verschiedenen Polen in Berührung zu bleiben ohne die Balance zu verlieren. Quasi wie SpaaaAAGAAaaat, nur alleine und im Kopf.
Ein Stoff, eine Linie, eine Oberfläche, ein Gefühl auf der Haut, ein Bild, eine Person, eine Bestrebung ins nichts, ein Funke der in der Härte der Realität erlischt, die Sonne und der Mond, die eignen Hände.
Ganz kleine innere Gedanken, Gefühle, die eigenen persönlichen Erfahrungen RAUSholen und radikal offenlegen. Mit äußeren Einflüssen und Bildern in Verbindung bringen um eine Symbiose zu schaffen = KONZEPT.
Erkennen, dass man mit Menschen in so vielen Weisen kommunizieren kann. Inneres erforschen.
Eigene Lebensrealität schaffen und sich selbst als relevant anerkennen. Für sich selbst einstehen! Dabei aufm Teppich bleiben. „Künstlerische Stimme“ + „Handschrift“ kommt von selbst wenn man an sich glaubt und weiter macht, ins Ungewisse hinein, mutig muss man sein.
Ein Objekt, zwei Objekte, drei. Ein Raum, eine Intuition, ein Bild. Papier und Stift. Visualisierung und Pläne. Materialien, Haptik, Wirkung. Grenzen Testen Ergänzen Prüfen Verwerfen. Lösungen finden, Lösungen machen. Kompromisse? Wenn’s sein muss. Umstrukturieren. Was ich möchte sind Gefühle (!) Emotionen (!) Leben (!) – Wertschätzung von fremden und kuriosem. Wertschätzung. Bereits bekanntes neu erleben und mit neuem bekannt machen. Gedankenchaos. Sortieren, Ordnen, Strukturieren, Arbeiten, fertig werden. Einen Moment inne halten. Neues embracen, Routinen im ungewissen finden. Weitermachen.
Forderungen an meine Arbeit:
Mir wurde klar, dass etwas Textiles den Körper behandeln kann, ohne, dass es am Körper geschneidert werden muss.
Ich will viele verschiedene Elemente zusammen zu bringen, in einem eindrucksvollen Raum, indem sich die Besucher*innen verlieren können. Das bewegt mich dazu, Installationen zu kreieren: Ich will einem Thema Raum geben und es auf allen Sinnesebenen ausführen.
Handarbeiten wie Nähen, Stricken und Häkeln wurden seit Beginn des Patriarchats genutzt, um Frauen und Mädchen mit einer langwierigen, konzentrierten Arbeit an ein häusliches Umfeld zu binden. Sie wurde dadurch aus dem gesellschaftlichen und politischen Leben rausgehalten. Ihr einziger Austausch bestand zum Teil in Handarbeitszirkeln, aus denen heraus sich einige Frauen erstmalig politisch organisierten.
Ich will mir das Nähen, Stricken und Häkeln aneignen, um eine feministische Sphäre aufzumachen. Dem „Handarbeiten“ eine widerständige Konnotation gegeben.
Ich will gemeinsam mit anderen arbeiten. Dem Male Gaze einen Female Gaze entgegensetzen. Mich auf feministische Konzepte und Errungenschaften beziehen.
Ich will, dass sich Menschen in meiner Installation einen Moment Zeit nehmen, um sich den verschiedenen Lebensrealitäten im Patriarchat zu stellen, ihre eigenen Gedanken und Handlungen zu hinterfragen und mit mir und miteinander ins Gespräch darüber kommen.
[00:05] anything? >[x min] -> ….
[13.30] >[7 min] Possibility to reconsider: You can go back and edit your initial statement. Use the following markings as you revise:
Session #5 writing text and textile WS 2025/26
Fonts: Latitude, Director, BackOut, Abordage, Promocyja Typefoundries: Velvetyne, Public Domain
Januar/Februar 2026